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Drei Weltreligionen unter einem Dach

Drei Weltreligionen unter einem Dach

Saarbrücken. Kirche, Synagoge und Moschee unter einem Dach? Der "Trialog der Kulturen" macht es möglich. Schüler des Homburger Christian von Mannlich-Gymnasiums konstruierten im Rahmen des Schulwettbewerbs ein fiktives Modell, das die Gotteshäuser der Weltreligionen architektonisch vereint

Saarbrücken. Kirche, Synagoge und Moschee unter einem Dach? Der "Trialog der Kulturen" macht es möglich. Schüler des Homburger Christian von Mannlich-Gymnasiums konstruierten im Rahmen des Schulwettbewerbs ein fiktives Modell, das die Gotteshäuser der Weltreligionen architektonisch vereint.Nur eines von vielen Projekten, das die Schulen gestern beim "Markt der Möglichkeiten" im saarländischen Bildungsministerium etwa 200 Besuchern vorstellten. Der einjährige Wettbewerb der Herbert-Quandt-Stiftung rückt Verbindendes und Trennendes zwischen Christentum, Islam und Judentum in den Mittelpunkt. "Wir freuen uns, dass wir so engagierte Schüler und Lehrer auf ihrem Weg zu einer besseren Verständigung zwischen den Kulturen begleiten dürfen", sagte Christof Eichert, Vorstand der Herbert-Quandt-Stiftung. Schulen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und erstmals auch aus dem Saarland konnten sich bewerben. Nun sind sechs saarländische Schule im Rennen. Neben dem Mannlich-Gymnasium beteiligen sich auch das Sozialpflegerische Bildungszentrum Saarbrücken, Kaufmännische Bildungszentrum Saarlouis, das Technisch-gewerbliche Bildungszentrum II Saarbrücken, das Gymnasium am Stadtgarten in Saarlouis und die Erweiterte Realschule Neunkirchen-Stadtmitte und Wiebelskirchen. Alle Schulen haben 3500 Euro Startkapital von der Stiftung erhalten, und für die gelungensten Beiträge gibt es ein Preisgeld von insgesamt 60 000 Euro. Der Wettbewerb läuft noch bis zum Ende des Schuljahres, dann entscheidet eine Jury der Stiftung über die Gewinner.

Am Mannlich-Gymnasium in Homburg gibt es zehn Arbeitsgruppen, die sich mit den verschiedenen Facetten des Trialogs beschäftigen. "Wir haben Arbeitsgruppen zu Festen und Feiern, Theaterstücke, Schreibwerkstätten, Architektur-AGs", erklärte Gisela Omlor, Lehrerin am Mannlich-Gymnasium. Auch bei den Schülern kommt der Wettbewerb gut an. "Ich bin selbst Muslima. Es ist unheimlich spannend zu sehen, was unsere Kulturen verbindet oder trennt", sagte Dania Amra. rah