Drei Babys auf einen Streich

Drei Babys auf einen Streich

Oberwürzbach. "Unbeschreiblich" war für Bianka und Frank Hubertus aus Oberwürzbach der Moment, in dem sie ihre Babys zum ersten Mal im Arm halten konnten. Und zwar gleich drei auf einmal. Denn am 3. September 2010 kamen ihre Drillinge Lotte, Paula und Hannes in der Homburger Uniklinik auf die Welt

Oberwürzbach. "Unbeschreiblich" war für Bianka und Frank Hubertus aus Oberwürzbach der Moment, in dem sie ihre Babys zum ersten Mal im Arm halten konnten. Und zwar gleich drei auf einmal. Denn am 3. September 2010 kamen ihre Drillinge Lotte, Paula und Hannes in der Homburger Uniklinik auf die Welt. Hannes wurde als Erster der Rasselband mit 2340 Gramm geboren, dann folgten die beiden Mädchen Paula (1870 Gramm) und Lotte (1390 Gramm). Alle drei kamen per Kaiserschnitt auf die Welt. Die beiden Mädchen sind eineiige Zwillinge."Zuerst war von zwei Babys die Rede", erzählt Bianka Hubertus. "Und dann waren es plötzlich drei." Im ersten Moment sei sie als künftige Mutter schon erschrocken gewesen. Denn sie wusste Zwillings- und Drillingsschwangerschaften laufen nicht immer ohne Probleme ab. Jetzt ist sie nur noch glücklich mit ihren beiden Mädchen und dem einen Jungen. "Wir hatten gehofft, dass wir von jeder Sorte eines haben", verrät die dreifache Mutter.

Inzwischen sind Lotte, Paula und Hannes fünf Monate alt und im Hause Hubertus ist eine gewisse Routine eingekehrt. "Ich behaupte, es klappt gut", sagt Familienvater Frank Hubertus. Fünf Mal am Tag bekommen die Säuglinge ihr Fläschchen. Nach dem Füttern werden die Windeln gewechselt und zwischendurch, wenn es nötig ist, gibt es nochmal frische Pampers. "15 bis 20 Windeln verbrauchen wir am Tag", rechnet Frank Hubertus vor. "Und es ist eine ganz schöne Arbeit, die vielen Fläschchen zu waschen."

Am Morgen und am Abend ist Papa Frank da, um beim Füttern zu helfen. Dazwischen muss er arbeiten. Dann bekommt Mama Bianka Unterstützung von ihren Eltern und ihren Schwiegereltern, die beide ebenfalls in Oberwürzbach leben. "Man hat einen Full-Time-Job", sagt Bianka Hubertus. Aber sie sei froh, drei Kinder zu haben. Denn es sei schön mitanzusehen, wie sich die drei miteinander beschäftigen. "Es ist süß, wenn sie da liegen, sich anschauen und vor sich hinbrabbeln."

In Sachen Spontaneität muss man mit Drillingen umdenken: Man kann nicht mehr eben schnell den Autoschlüssel schnappen und losfahren. "Wir brauchen eine gute halbe Stunde bis wir startklar sind", sagt Vater Frank. Die Familie hat einen normalen Kinderwagen und einen speziell für Zwillinge. "Die Wagen für Drillinge waren uns zu unpraktisch", sagt Bianka Hubertus. Im Alltag funktioniere es gut mit den beiden Kinderwagen, da sie sowieso meist in Begleitung spazieren gehe. "Und statt eines Autos haben wir jetzt einen Bus", sagt sie lachend.

Dieser parkt vor dem Neubau der Familie, den sie im Dezember bezogen hat. Da Vater Frank im November und Dezember Elternzeit genommen hatte, konnte der Umzug recht stressfrei vonstatten gehen. "Wir sind nicht an einem festen Termin, sondern in vier Wochen umgezogen", sagt Bianka Hubertus. Da sie innerhalb von Oberwürzbach umgezogen sind, war das kein Problem. Die Vorweihnachtszeit konnte die fünfköpfige Familie bereits im neuen Haus verbringen, das allerdings ein Kinderzimmer zu wenig hat. "Die Planung für das Haus stand schon, als wir erfahren haben, dass es Drillinge werden. Jetzt haben wir zwei Kinderzimmer und ein Elternzimmer", erklärt Familienvater Frank. Was den nötigen Platz betrifft, werden wohl auch die Urlaubsplanungen eine Herausforderung wie Frank Hubertus von Bekannten mit drei Kindern weiß. Besonders, weil es immer seltener Familien mit drei Kindern gibt. "Auf der Arbeit sind wir 360 Angestellte und ich bin der Fünfte, der drei Kinder hat."

Soweit Frank Hubertus weiß, sind ihre Kinder die ersten Drillinge in Oberwürzbach. Kein Wunder, dass die Familie im Ort bekannt ist. "Der ganze Ort hat vor der Geburt mitgefiebert. Ob beim Bäcker oder beim Metzger - jeder wusste Bescheid", erinnert sich der Familienvater.