Dorfladen braucht treue Kunden

Dorfladen braucht treue Kunden

Das Thema Nahversorgung beschäftigt die Menschen. Ein Informationsabend zur Frage „Braucht Walpershofen einen Dorfladen in der Ortsmitte?“ lockte am Mittwoch dieser Woche 115 Leute in die Köllertalhalle.

Eine Resonanz, die nicht nur den Riegelsberger Bürgermeister Klaus Häusle beeindruckte. Im August 2012 schloss der Frischemarkt im Walpershofer Ortszentrum wegen sinkender Kundenzahlen. Seitdem gibt es eine Versorgungslücke im Lebensmittelbereich - zumindest für die nicht mobilen Bewohner.

Häusle meint, ein Dorfladen könnte diese Lücke schließen. Dort soll es frische Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs geben, dazu ein paar Dienstleistungen. Und nicht nur das. Der Laden dient auch der Kommunikation, ist idealerweise Treffpunkt für ein Schwätzchen und Neuigkeitenbörse. Häusle hat recherchiert und den Ort Klausen bei Wittlich als Vorbild ausgemacht. Was dort klappt, muss in Walpershofen aber nicht funktionieren.

Ein Dorfladen steht und fällt mit der Bereitschaft der Menschen, für ihre Einkäufe dort mehr Geld als in einem Supermarkt ein paar Kilometer weiter auszugeben. Und das dauerhaft. Wenn die Leute den Dorfladen nur als Notanlaufstelle betrachten, in der sie schnell noch eine Packung Salzstangen oder ein Pfund Butter besorgen können, hat ein solches Geschäft keine Grundlage. Das sollte allen bewusst sein, die auf den ersten Blick von der Idee eines Dorfladens begeistert sind.