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Diskussion um Kombibad geht in die nächste Runde

Diskussion um Kombibad geht in die nächste Runde

Homburg. Zur anhaltenden Diskussion um das geplante Kombibad an der "Hinkelsbix" bei Bruchhof melden sich die Homburger Grünen zu Wort. Bekanntlich kamen am Wochenende Gerüchte auf, die ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Frankfurt-Paris gefährde wegen der örtlichen Nähe die Planungen für das Schwimmbad

Homburg. Zur anhaltenden Diskussion um das geplante Kombibad an der "Hinkelsbix" bei Bruchhof melden sich die Homburger Grünen zu Wort. Bekanntlich kamen am Wochenende Gerüchte auf, die ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Frankfurt-Paris gefährde wegen der örtlichen Nähe die Planungen für das Schwimmbad. Winfried Anslinger, Fraktionssprecher der Grünen im Homburger Stadtrat, schreibt nun: "Es stimmt, wenn OB Schöner sagt, die Nähe zur ICE-Strecke verhindere den Bau eines Bades nicht. Allerdings sollte er auch sagen, dass der Standort für unser künftiges Bad als Gewerbegebiet ausgewiesen ist." Im Bebauungsplan für das Bad an der Hinkelsbix sei wegen des Bahnlärms sogar eine Hausmeisterwohnung ausgeschlossen worden. Wenn man niemandem zumuten könne, dort zu wohnen, frage man sich, warum man diese Belästigung den Badegästen in ihrer Freizeit zumuten wolle, so Anslinger weiter. "Am alten Freibadstandort gab es dieses Problem nicht."Anslinger weiter: "Wir wollen auch gern glauben, dass ein Kombibad als PPP-Projekt möglich wäre. Allerdings bezweifeln wir, dass die Kosten dann auf 18 Millionen Euro beschränkt blieben." Bis heute sei dem Rat kein detaillierter Investitionsplan vorgelegt worden, aus dem die Kosten für Gebäude, Parkplätze, Anschlüsse oder das Blockheizkraftwerk hervorgingen.

Im Zusammenhang mit den diskutierten möglichen Gefahren durch eine angrenzende Bahnlinie weist OB Karlheinz Schöner derweil darauf hin, dass für das Gelände ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliege. Er kritisiert insbesondere Ratsmitglied Peter Müller (FFH), der nicht müde werde, den Standort für das Kombibad "mit fadenscheinigen Behauptungen schlecht zu reden". Die Aufstellung dieses Bebauungsplanes sei im Stadtrat am 14. April 2011 beschlossen worden, die Satzung habe man am 14. Dezember 2011 verabschiedet. In den Sitzungsunterlagen zu diesen Beschlüssen, "die alle Ratsmitglieder erhalten haben, sind sämtliche Details des Bebauungsplans genau dargestellt". Daraus werde auch deutlich, dass zwischen dem Bahnkörper und den zu bebauenden Flächen ein ausreichender Abstand eingehalten werde. Schöner: "Gerade Peter Müller tritt stets mit den Forderungen nach Transparenz auf. Entweder ist er nicht bereit, seine Sitzungsunterlagen zu lesen, oder er stellt wider besseren Wissens Behauptungen auf, die einfach nicht stimmen." pn