| 22:10 Uhr

Neue Studie
Digitalisierung bedroht im Saarland besonders viele Jobs

(Symbolbild)
(Symbolbild) FOTO: dpa / Jochen Lübke
Saarbrücken. (SZ) Die Digitalisierung der Arbeitswelt stellt im Bundesvergleich vor allem das Saarland und Thüringen vor Herausforderungen. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. SZ

Demnach ist in den beiden Ländern der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in einem Beruf arbeiten, in dem viele Tätigkeiten von Computern oder Maschinen erledigt werden könnten, mit rund 30 Prozent besonders hoch. Der Durchschnitt beträgt 25 Prozent, am niedrigsten ist der Wert in Hamburg (18 Prozent) und Berlin (15). Erklärt werden die Ergebnisse vor allem mit den unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen in den Bundesländern.


Der Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze (Linke) forderte die Landesregierung angesichts der Studie auf, den „Transformationsprozess“ der Wirtschaft „deutlicher“ zu unterstützen. Der Strukturwandel im Ruhrgebiet zeige, dass „eine Abkehr von industrieller Produktion durch Investition in und Ausbau von Bildungsstätten gelingen kann“.