Dieses Jahr Besucherboom, nächstes Jahr neue Technik

Dieses Jahr Besucherboom, nächstes Jahr neue Technik

Saarbrücken. Sinkende Besucherzahlen sind ein Problem. Diese Erfahrung musste das städtische Filmhaus in diesem Jahr machen. Dass 2011 nur noch rund 30 000 Besucher kamen, beschäftigte vor allem den Kulturausschuss des Stadtrats immer wieder. Schließlich finanziert die Stadt das kommunale Kino mit rund einer halben Million Euro im Jahr

Saarbrücken. Sinkende Besucherzahlen sind ein Problem. Diese Erfahrung musste das städtische Filmhaus in diesem Jahr machen. Dass 2011 nur noch rund 30 000 Besucher kamen, beschäftigte vor allem den Kulturausschuss des Stadtrats immer wieder. Schließlich finanziert die Stadt das kommunale Kino mit rund einer halben Million Euro im Jahr. Unter der Leitung vom Michael Jurich ist das Filmhaus dabei, seine Rolle in der Saarbrücker Kinolandschaft teilweise neu zu finden.Das Saarbrücker Kino "Camera Zwo", das einzige privat geführte Arthouse-Kino im Saarland, hat seine Rolle dagegen gefunden. Das Kino in der Saarbrücker Futterstraße blicke "auf das mit Abstand erfolgreichste Jahr seit der Eröffnung im Jahr 2006 zurück", teilte dessen Inhaber Michael Krane mit. Knapp 90 000 Besucher kamen in diesem Jahr. Das sei ein Zuwachs von fast 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Verantwortlich für diese Entwicklung sei "in erster Linie die Filmauswahl", erklärt Krane. Schon früh im Jahr sorgten "Black Swan", "The King's Speech" und besonders die deutsche Komödie "Almanya" für volle Kinosäle, derzeit sorgt Roman Polanskis "Der Gott des Gemetzels" für Besucherströme.

"Der verregnete Sommer erwies sich als Verbündeter des Kinos, ausverkaufte Poetry-Slams und eine stark besuchte Schulkinowoche rundeten das Kinojahr ab", sagt Krane. Zwischenzeitlich konnte ein langfristiger Mietvertrag ausgehandelt werden, Voraussetzung für die bevorstehende Digitalisierung der Kinotechnik. Im Sommer werden die ersten beiden Säle digitalisiert, zwei weitere sollen ein Jahr darauf folgen. ols

camerazwo.de