Diese Gartenschau hatte noch lange Bestand Südeingang wird barrierefreiSüdeingang wird barrierefrei

Diese Gartenschau hatte noch lange Bestand Südeingang wird barrierefreiSüdeingang wird barrierefrei

Saarbrücken. Der große Tag war am 23. April 1960. Unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer und des französischen Ministerpräsidenten Michel Debré wurde die Deutsch-Französische Gartenschau offiziell eröffnet

Saarbrücken. Der große Tag war am 23. April 1960. Unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer und des französischen Ministerpräsidenten Michel Debré wurde die Deutsch-Französische Gartenschau offiziell eröffnet. Eine Gartenschau, die nach ihrem Ende im Oktober 1960 doch noch lange Bestand haben sollte - denn jetzt, 50 Jahre später, wird der runde Geburtstag der Anlage im Deutschmühlental gefeiert. Wie genau, das will die Stadtverwaltung erst in der kommenden Woche bekannt geben.

Aber einiges ist schon klar: So soll mit der traditionellen Saisoneröffnung am Ostersonntag, 4. April, auch der Reigen der Feierlichkeiten beginnen. Angelika Trenz, beim städtischen Amt für Grünanlagen, Forsten und Landwirtschaft zuständig für den Deutsch-Französischen Garten, erzählt: "Insgesamt wird es etwa 15 Veranstaltungen in der Saison geben." Rechtzeitig solle ein Programmflyer fertiggestellt sein, der über alle Ereignisse informiere.

Wieder offene Führungen

Trenz erklärt weiter: "Einer der Höhepunkte wird am 15. August sein, dann werden wir im Garten die 50er und 60er Jahre hochleben lassen und so an die Entstehungszeit erinnern." Der Tag dürfte vielen langjährigen Gartenfreunden ein Begriff sein, glaubt sie: "Denn das war früher immer der Tag des sehr beliebten Stadtkapellenfestes."

Was sonst noch im Angebot ist, will Trenz noch nicht verraten. Nur so viel: "Es wird wieder offene Führungen zur Gartenkunst der 50er Jahre, zur Geschichte des DFG und zur Botanik geben. Neu ist unser gezieltes Angebot von Führungen in Französisch."

Außerdem werden im Programm die Mittelaltertage zu finden sein, die am ersten Septemberwochenende erstmals im Deutsch-Französischen Garten über die Bühne gehen: "Die hätten auch ohne das Jubiläum stattgefunden, ergänzen das Programm aber ganz gut", findet Trenz. Hier soll, im Gegensatz zu den meisten anderen Jubiläumsveranstaltungen, Eintritt verlangt werden.

Auch der relativ neue Förderverein sei bei der Programmgestaltung mit von der Partie, sagt Trenz und versichert: "Das wird ein schönes Programm, ich freue mich drauf."

Ansehen wird man dem Garten das besondere Jahr nicht, erklärt Trenz, auf die Frage, ob es eine besondere Bepflanzung geben soll: "Optisch ist im Garten alles wie immer, bis auf die Plakate natürlich, die auf den runden Geburtstag des DFG hinweisen." Saarbrücken. Die Bäume zwischen Bunkeranlage und dem einstigen Behelfsparkplatz sind zum Großteil weg, jetzt bewegen die Bagger Erdreich, damit der Weg in den Deutsch-Französischen Garten (DFG) auch für Rollstuhlfahrer leichter zu bewältigen ist. Schließlich heißt dieses Bauprojekt an der Metzer Straße ja auch "Barrierefreier Südeingang".

Die erste Bauphase ist längst abgeschlossen, erklärt der zuständige Mann beim städtischen Grünamt, Volkmar Schultz - das war der neue Parkplatz an der Metzer Straße. Den würde die Stadt auch gerne noch ausbauen, doch das Gelände gehört ihr nicht. Bei den derzeitigen Baumaßnahmen werden der einstige Behelfsparkplatz und ein großer Teil des umliegenden Geländes zum befestigten Parkplatz umgebaut. Und zwar ausschließlich für Autofahrer mit Behindertenausweis, zwölf Stellplätze sollen dort entstehen. Direkt vom Parkplatz aus führt eine Straße in den DFG. Der Fußweg folgt eigentlich der alten Wegführung, das Gelände, auf dem er verläuft, wird aber in dem Bereich angehoben, damit der ganze Weg möglichst auf gleichem Niveau bleiben kann.

Das Kassenhäuschen ist abgerissen, ein neues wird es in absehbarer Zeit nicht geben. "Wir haben dort aber einen Strom- und Wasseranschluss installiert, damit, falls es nötig wird, dort wieder ein Kassenhäuschen stehen kann", sagt Volkmar Schultz. Ein Rolltor soll die Zufahrt für Autos in den DFG verhindern, für die Einlieger gibt es die Möglichkeit, das Tor mit dem passenden Code zu öffnen.

Fußgänger, Rad- und Rollstuhlfahrer müssen sich aber keine Sorgen machen, sie können rund um die Uhr über den Fuß- und Radweg in den Park. Zur Saisoneröffnung am Ostersonntag werden die Arbeiten, die übrigens zum Großteil vom Land im Rahmen der Tourismusförderung finanziert werden, noch nicht beendet sein.

Der Südeingang fällt bis in den Sommer - Schultz schätzt bis Juni/Juli - als Eingang aus. Statt dessen können die Besucher des DFG diesen über den Eingang Hirtenwies betreten. Wenn die Arbeiten beendet sind, geht es anderswo weiter. Noch dieses Jahr, so schätzt Schultz, kann auf dem sogenannten Kolonnenweg die Asphaltschicht erneuert werden. Einen neuen großen Kinderspielplatz soll es auch noch geben - irgendwann.

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