1. Saarland

Die Zukunft Nonnweilers im Blick

Die Zukunft Nonnweilers im Blick

Braunshausen. Zuerst die Pflicht, dann die Kür. Im Bürgerhaus in Braunshausen traf sich die Bürgerinitiative für eine lebenswerte Gemeinde Nonnweiler (BIN) zu ihrer Mitgliederversammlung und feierte anschließend mit einem Fest die erfolgreiche Abwehr der Sondermülldeponie in Mariahütte. "Wir werden den schlafenden Abfallriesen weiter mit einem wachsamen Auge beobachten

Braunshausen. Zuerst die Pflicht, dann die Kür. Im Bürgerhaus in Braunshausen traf sich die Bürgerinitiative für eine lebenswerte Gemeinde Nonnweiler (BIN) zu ihrer Mitgliederversammlung und feierte anschließend mit einem Fest die erfolgreiche Abwehr der Sondermülldeponie in Mariahütte. "Wir werden den schlafenden Abfallriesen weiter mit einem wachsamen Auge beobachten. Er soll nicht wieder auferstehen", sagte der BIN-Vorsitzende Hans-Dieter Emmerich in seinem Schlusswort. Weiterhin, so stellte Emmerich klar, werde man sich um die Belange der Hochwaldregion kümmern, und unsere Ziele hartnäckig verfolgen. "Wir werden uns dafür einsetzen, dass wir nachts in der Gemeinde eine polizeiliche Präsenz haben", nannte Pressesprecher Udo Kaiser eine der kommenden Aufgaben. Hintergrund ist die geplante Polizeireform (wir berichteten). Das Konzept sieht für das St. Wendeler Land vor, dass alle Polizeiposten in den Kommunen erhalten bleiben. In Türkismühle wird es aber keine Rund-um-die-Uhr-Öffnungszeit mehr geben, die Dienststelle wird von Mitternacht bis sechs Uhr in der Frühe geschlossen. Gleiches gilt für die Inspektion in Wadern. Der Polizeiposten in Nonnweiler ist nur am Tage besetzt. Durch den verstärkten Einsatz von Streifenwagen in der Region soll die notwendige Präsenz erreicht werden. Die Polizeiinspektion St. Wendel erhält dafür zehn Beamte mehr. Pro Schicht sind dies zwei Polizisten, was einer zusätzlichen Streifenwagenbesatzung entspricht. "Aus unserer Sicht ist mit der Reform die Gemeinde schlecht abgedeckt", äußerte Kaiser die Bedenken der BIN. Die nächst gelegene Polizeiinspektion befindet sich im rheinland-pfälzischen Hermeskeil. "Von dort wäre doch ein Streifenwagen zum Beispiel schneller in Nonnweiler, als wenn er von St. Wendel aus anfahren müsste", blickte Kaiser bei seinen Überlegungen über die Landesgrenze hinaus.Unterstützen wird die BIN zudem die Gemeinde bei Umsetzung des Zukunftsprogramms Nonnweiler 2020. Das ganzheitliche Zukunftskonzept zeigt die langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten im Hinblick auf 2020 auf. Es beschäftigt sich mit dem demografischen Wandel, umfasst alle Bereiche der kommunalen Politik, Wirtschaft, Leben im Dorf, Kultur, Umwelt, Natur, Bildung, Sport oder Soziales.

"Mit der Bürgerinitiative stehen wir ja für eine lebenswerte Gemeinde", verdeutlichte Kaiser. Es gelte dabei auszuloten was für die BIN infrage komme. "In der nächsten Vorstandssitzung werden wir das durchsprechen und sehen dann, wo wir mitarbeiten können", sagte Kaiser abschließend. Danach konnte auch der Pressesprecher mit seinen Mitstreitern in geselliger Runde auf das endgültige Aus der Giftmülldeponie anstoßen. "Der schlafende Abfallriese soll nicht wieder auferstehen."

 Hans-Dieter Emmerich, der Vorsitzende der Bürgerinitiative Nonnweiler. Foto: Faber
Hans-Dieter Emmerich, der Vorsitzende der Bürgerinitiative Nonnweiler. Foto: Faber

BIN-Vorsitzender Hans-Dieter Emmerich