1. Saarland

Die Zauber-Schau des Jens Bauer

Die Zauber-Schau des Jens Bauer

Riegelsberg. Die Erleichterung stand den Verantwortlichen des Ringer-Zweitligisten KV Riegelsberg nach dem Sieg gegen den Tabellendritten TSV Westendorf ins Gesicht geschrieben. Der dritte Kraftakt in Folge bescherte der Mannschaft um die Trainer Edgar Paulus und Gerhard Thiel zwei Wochen vor Saisonende den Verbleib in der 2. Ringer-Bundesliga

Riegelsberg. Die Erleichterung stand den Verantwortlichen des Ringer-Zweitligisten KV Riegelsberg nach dem Sieg gegen den Tabellendritten TSV Westendorf ins Gesicht geschrieben. Der dritte Kraftakt in Folge bescherte der Mannschaft um die Trainer Edgar Paulus und Gerhard Thiel zwei Wochen vor Saisonende den Verbleib in der 2. Ringer-Bundesliga. Paulus kommentiert die Entscheidung so: "Es ist ein gutes Gefühl, dass wir uns mit eigener Kraft retten konnten und nicht auf die Hilfe des ASV Hüttigweiler angewiesen waren. Unsere Mannschaft hat Erfahrung im Abstiegskampf und daher nie die Nerven verloren. Wir waren auf den Punkt topfit."

Keine Schützenhilfe

Der saarländische Ligakonkurrent hatte seine Partie am vergangenen Samstag gegen Hausen-Zell mit 15:21 verloren, damit sich selbst in Not gebracht und zugleich dem Schlusslicht noch eine Chance auf den Klassenverbleib gelassen.

Doch zurück in die Sporthalle der Riegelsberger Lindenschule, in der 150 Zuschauer wiederum einen starken Auftritt des KV Riegelsberg erlebten. Bevor es auf der Matte zur Sache ging, überreichte Ringerchef Bernd Wegner zuerst einmal Blumen an Ringer Niko Hecht und dessen frisch angetraute Ehefrau Katharina. Beide hatten sich tags zuvor das Ja-Wort gegeben. Der Weltergewichtler und Freistilspezialist konnte sich später gegen den Westendorfer Christian Stühle selbst jedoch kein Geschenk machen - er verlor in der Kategorie bis 84 Kilogramm mit 0:3 nach Punkten. Die Niederlage brachte den späteren Gesamtsieg allerdings nicht in Gefahr.

Nach der deutlichen Punktniederlage von Kevin Müller im Auftaktkampf kassierte Schwergewichtler Kevin Arend die optimalen Zähler kampflos, da die Gäste keinen Gegner für ihn aufgestellt hatten. Danach ging es Schlag auf Schlag: Nico Zarcone, Sebastian Janowski, Jens Bauer und Waldemar Minich holten jeweils Viererwertungen, während Marc-Antonio von Tugginer nach einem Rückstand doch noch mit 1:0 die Nase vorne hatte.

Bauer spektakulär

Die Partie von Bauer gegen Zurab Gogava avancierte dabei zum Höhepunkt des Abends. Der Leichtgewichtler, der nach langer Verletzungspause gegen Hausen-Zell erstmals wieder im Aufgebot der ersten Mannschaft stand und zwei Runden gewonnen hatte, kämpfte wieder wie in früheren Zeiten, als er zum Publikumsliebling aufstieg: Offen, immer im Vorwärtsgang und ohne Scheu vor großen Namen. Mit spektakulären Freistilaktionen führte er seinen Gegner buchstäblich vor und legte ihn zum Schluss sogar noch auf die Schultern. Langer Beifall war der Lohn für einen tollen Auftritt. Die Niederlagen von Kevin Bredy und Mesud Özylmaz blieben am Ende ohne Bedeutung. Der Kommentar von Trainer Thiel: "Wir hatten das Glück des Tüchtigen. Jens Bauer hat allen eine Freude bereitet."