1. Saarland

Die „Wölfe“ sind nicht mehr bissig

Die „Wölfe“ sind nicht mehr bissig

Zwei Spieltage vor dem Saisonende ist der SV Wolfersweiler in der Landesliga Nord in akuter Abstiegsgefahr. Ausgerechnet im letzten Heimspiel gegen Tabellenführer FC Marpingen stehen die „Wölfe“ jetzt unter Druck, punkten zu müssen.

Von der Tabellenspitze mitten rein in den Abstiegsstrudel: Der SV Wolfersweiler hat in dieser Saison einen ganz tiefen Fall in der Landesliga Nord gemacht. Die Mannschaft des Trainerduos Heiko Loch und Calogero Bonsignore legte einen perfekten Saisonstart hin und stand Mitte der Hinrunde sogar einmal an der Tabellenspitze. Doch seitdem läuft bei den "Wölfen" nichts mehr rund. Zwei Spieltage vor dem Rundenende ist der SVW auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht - nach derzeitigem Stand ein Abstiegsplatz in die Bezirksliga.

Gerangel um Neuzugang

Was sind die Gründe für den Absturz? "Wichtige Spieler waren verletzt, zudem hat der eine oder andere Akteur nicht das gebracht, was wir uns von ihm erwartet haben", klagt Trainer Loch. Ausfälle wie die des Offensiv-Akteurs Sascha Savelkouls (Adduktoren-Operation) oder von Manndecker Patrick Schmitt (Schultereckgelenks-Sprengung) habe seine Mannschaft nicht ersetzen können. Zudem erhielt Winter-Neuzugang Martin Schwarz (kam von der SG Peterberg) nach einem Streit um den rechtzeitigen Eingang der Wechsel-Unterlagen beim Verband keine Spielberechtigung. Er kann daher erst in der neuen Saison für Wolfersweiler die Schuhe schnüren.

Ob das dann noch in der Landesliga sein wird? An diesem Sonntag um 15 Uhr müssen die "Wölfe" ausgerechnet im Heimspiel gegen Spitzenreiter FC Hellas Marpingen versuchen, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Im Hinspiel unterlag Wolfersweiler gegen diesen Gegner deutlich mit 0:4. "Marpingen war die beste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben. Aber vielleicht geht zu Hause auf unserem kleinen Platz was", hofft Loch. Der Gegner wird es den "Wölfen" aber keinesfalls einfach machen. Denn Marpingen könnte bei einem Sieg Meister werden, wenn zeitgleich Verfolger SV Wustweiler (ein Punkt weniger als der FC Hellas) seine Begegnung beim Tabellen-Sechsten FC Uchtelfangen verliert.

Vier Spieler gehen

Unabhängig davon, ob in der aktuellen Runde der Ligaverbleib gelingt oder nicht, werden Loch und Bonsignore den SVW auch in der kommenden Saison trainieren. "Eigentlich wollten wir beide aufhören, aber der Verein hat keinen geeigneten Nachfolger gefunden. Da wollten wir den Club auch nicht im Stich lassen und haben uns entschieden, weiter zu machen", erklärt Loch.

Verlassen werden Wolfersweiler nach der Runde allerdings vier Spieler aus dem ohnehin schon dünnen Kader: Maurice Horne schließt sich dem Ligakonkurrenten Sportfreunde Winterbach an. Andreas Schwarzkopf und Andreas Krügel werden als Spielertrainerduo zum Kreisligisten Spielvereinigung Sötern wechseln. Torwart Sascha Nachtwey wird ihnen dorthin als Spieler folgen. Neuzugänge stehen beim SV Wolfersweiler derzeit noch nicht fest.