„Welt“-Herausgeber und Bestseller-Autor über Ampel-Gesetze Stefan Aust: „So viel Irrsinn habe ich wirklich selten gelesen!“

Saarbrücken · Mit teils sehr provokanten Thesen hat der ehemalige Spiegel-Chefredakteur, Stefan Aust, das Publikum einer Diskussionsrunde der Liberalen Stiftung Saar sowohl begeistert als auch geschockt. Mit SZ-Chefredakteur Peter Stefan Herbst sprach der renommierte Journalist und Autor über die Saar-Geschichte als Vorbild für Lösungen im Ukraine-Krieg, kritisierte die Politik der Bundesregierung scharf und lobte die Ideen Sahra Wagenknechts.

 Der Herausgeber der „Welt“, Stefan Aust,. diskutierte in Saarbrücken mit SZ-Chefredakteur Peter Stefan Herbst über die politische Lage in Deutschland.

Der Herausgeber der „Welt“, Stefan Aust,. diskutierte in Saarbrücken mit SZ-Chefredakteur Peter Stefan Herbst über die politische Lage in Deutschland.

Foto: Florian Rech/Saarbrücker Zeitung

Ist das Saarland mit seiner wechselvollen Geschichte eine gute Blaupause für eine diplomatische Lösung des Ukraine-Krieges und den künftigen Status der Krim? Davon ist der Journalist und Bestseller-Autor Stefan Aust überzeugt. „Mein Vorschlag“, so Aust, „die Krim bekommt den Saarland-Status aus dem Versailler Vertrag. Damals wollten die Franzosen das Saargebiet haben. Die übrigen Alliierten des 1. Weltkrieges wollten das nicht. Deshalb gab es den Saarland-Kompromiss. Es blieb unter Aufsicht des Völkerbundes. Und 15 Jahre später 1935 wurde über die nationale Zugehörigkeit abgestimmt.“ Bereits 2014 habe er diesen Plan zur friedlichen Beilegung des Russland-Ukraine-Konfliktes mit einem russischen Politiker diskutiert, erzählt Aust seinen mehr als 100 Zuhörern in der Saarbrücker Villa Lessing am Donnerstagabend.