1. Saarland

„Die Vorfreude ist riesig“

„Die Vorfreude ist riesig“

Der FC Hertha Wiesbach trifft heute um 19.30 Uhr auf den ambitionierten SV Röchling Völklingen. Zum ersten Oberliga-Spiel der Vereinsgeschichte werden viele Zuschauer erwartet. Bei den Gastgebern sind einige Spieler angeschlagen.

Für die Oberliga-Fußballer des FC Hertha Wiesbach fällt bereits heute Abend um 19.30 Uhr der Startschuss für die neue Saison. Die Partie des Aufsteigers gegen den SV Röchling Völklingen hätte eigentlich erst am Samstag stattfinden sollen. Doch aufgrund der momentanen Sommerhitze wurde das Spiel von den beiden Vereinen auf den heutigen Freitagabend vorverlegt.

Hertha-Trainer Helmut Berg hofft auf über 1000 Zuschauer im Wiesbacher Prowin-Stadion: "Ich denke, dass auch Fans von anderen Vereinen und einige neutrale Zuschauer kommen werden." Aus Völklingen werden sicherlich auch viele Besucher anreisen. In Sachen Parken im Dorf sieht sich der Verein ebenfalls gerüstet. So gibt es für Gäste- und Heimspieler einen neuen abgetrennten Parkplatz am Stadion.

Mit dem Tabellenzehnten der abgelaufenen Saison hat der FC Hertha gleich zum Auftakt einen ganz schweren Gegner vor der Brust. Denn Völklingen will in dieser Saison vorne mitmischen, strebt laut Röchling-Trainer Werner Weiß einen Platz unter den ersten Fünf der Tabelle an. Bei namhaften Neuzugängen wie Marc Hümbert und Alexander Otto vom Ligakonkurrenten 1. FC Saarbrücken II ist diese Zielsetzung nicht sehr verwunderlich.

"Röchling Völklingen ist zum Auftakt natürlich alles andere als eine leichte Aufgabe. Das ist eine Mannschaft, die nach meiner Einschätzung ganz oben mitspielen wird", weiß auch Wiesbachs Trainer Helmut Berg und er ergänzt: "Vor allem in Sachen Erfahrung hat der Gegner uns gegenüber Vorteile. Das sind schließlich alles gestandene Oberliga-Fußballer, einige haben sogar schon im Profibereich gespielt."

Mann und Neumeier fehlen

Damit die drei Punkte heute Abend trotzdem in Wiesbach bleiben, verordnet Berg seinem Team eine offensive Marschroute: "Wir dürfen dem Gegner natürlich nicht ins offene Messer rennen, aber wir werden uns auch ganz sicher nicht verstecken. Kontrollierte Offensive - so heißt die Devise", sagt Berg.

Erschwert wird die Aufgabe für die Hertha durch einige verletzungsbedingte Ausfälle. Die Innenverteidiger Marius Neumeier und Carsten Mann stehen genauso wenig zur Verfügung wie Linksverteidiger Florian Schmitt und Torwart René Paul. Auch Kapitän Carsten Ackermann ist angeschlagen. Sein Einsatz entscheidet sich erst kurzfristig.

Berg bleibt trotz der Ausfälle optimistisch: "Es gibt für uns gar keinen Grund zu jammern. Wir haben viele hungrige Spieler, die da in die Bresche springen. Wir bringen gegen Völklingen eine richtig starke Elf auf den Platz." Und eines ist für ihn auch klar: "Die Vorfreude auf den Saisonstart ist riesig. Wir hoffen, dass wir die Zuschauer gleich im ersten Spiel davon überzeugen können, dass hier eine junge, entwicklungsfähige und hochmotivierte Truppe auf dem Platz steht."

hertha-wiesbach.de

Der SV Röchling Völklingen geht bestens vorbereitet in das heute um 19.30 Uhr beginnende Auftaktspiel zur neuen Fußball-Oberliga-Saison beim FC Hertha Wiesbach. Neun Testspiele hat Völklingen in der Vorbereitung absolviert - bis auf das 0:2 gegen Drittligist SV Elversberg gab es keine Niederlage. Und Röchling gewann den Sparkassen-Cup in Großrosseln. Trainer Werner Weiß weiß aber auch: "Wiesbach ist ein starker Aufsteiger. Ich habe ihn zwar noch nicht beobachtet, kenne aber alle Spieler. Leicht wird das nicht."

Die prominentesten unter den zwölf Völklinger Neuzugänge sind Rechtsverteidiger Alexander Otto, der bereits Drittliga-Erfahrung sammelte und der torgefährliche Mittelfeldspieler Marc Hümbert. Beide waren die vergangenen Jahre das Herz und die Seele der Oberliga-Mannschaft des 1. FC Saarbrücken. Mit Sammer Mozain hat Völklingen zudem den Topstürmer der Liga. In der vergangenen Saison schoss er mit 25 Treffern fast die Hälfte aller Röchling-Treffer und wurde Torschützenkönig.

Wieder eine Größe werden

Weiß rechnet mit einem tollen Besuch - "mit 2000 Zuschauern" wie er sagt. Das Wort Meisterschaft nimmt in Völklingen zwar niemand in den Mund. Doch Vorstand, Trainer und Spieler wecken eine Vision: Röchling soll nach Platz zehn in der Vorsaison wieder zu einer Größe im Saar-Fußball werden. "Wir haben das Bild unserer Mannschaft bewusst verändert. Sowohl spielerisch, als auch vom Intellekt her werden wir ein ganzes Stück nach vorne kommen. Diese Mannschaft wird uns sehr viel Spaß machen", verspricht Präsident Stefan Vollmer. Auch Weiß betont, dass sich die Mannschaft "von der Spielstärke, Technik und vom Intellekt her" absolut verbessert habe.