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Die verschlossene Tür spart Personal

Die verschlossene Tür spart Personal

Saarbrücken. Alles hat zwei Seiten, so auch der seit einem Jahr geschlossene Haupteingang der Schlosskirche. Was manchen Besucher zum Umweg durch das Museum für Vor- und Frühgeschichte zwingt und Stadtführern auf ihrer Tour keinen kurzen Blick ins Kircheninnere mehr erlaubt, ist für Meinrad Maria Grewenig, Interimschef der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz dem Kostendruck geschuldet

Saarbrücken. Alles hat zwei Seiten, so auch der seit einem Jahr geschlossene Haupteingang der Schlosskirche. Was manchen Besucher zum Umweg durch das Museum für Vor- und Frühgeschichte zwingt und Stadtführern auf ihrer Tour keinen kurzen Blick ins Kircheninnere mehr erlaubt, ist für Meinrad Maria Grewenig, Interimschef der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz dem Kostendruck geschuldet.Die Tür zum Haupteingang der Schlosskirche zur Straße "Am Schlossberg" ist seit einem Jahr geschlossen. "Eine notwendige Maßnahme", erklärt Meinrad Maria Grewenig. Der Sparzwang verriegelte die Tür, so dass die Besucher der Schlosskirche über den Haupteingang des Museums für Vor- und Frühgeschichte am Schlossplatz und den gläsernen Verbindungstrakt dorthin gelangen. Das mag auf Kosten der Bequemlichkeit gehen, etwa bei Stadtführungen schnell in die Kirche hineinzuschauen, weiß der Interimschef der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz: "Es ist aber verantwortbar, dass man sich die Schlosskirche über den Haupteingang am Schlossplatz erschließt. "Zudem ist die Kirche seit 2004 ein Museum, deshalb gelten hier andere Sicherheitsstandards. Denn drinnen auf der Empore sind Skulpturen und im Kirchenraum weitere Reliquien ausgestellt", so Grewenig weiter. Es handle sich dabei um Kunstwerke, die versichert sind und für die auf jeder Etage eine Aufsicht verlangt ist.

Insgesamt sind sieben Personen im gesamten Museumskomplex im Einsatz. "Einen zweiten Eingang ins Museum an der Eingangstür zur Kirche offenzuhalten, bedeute mehr Personal", erläutert Grewenig. Die Ausnahmen von der Regel sind Konzerte oder Vernissagen in der Kirche. Beschwerden habe es bisher kaum gegeben, sagt der Museumschef. Mehrheitlich werde der Eingang über das Museum für Vor- und Frühgeschichte von den Besuchern gut angenommen. sg