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Die Stolperfalle bleibt bestehen

Die Stolperfalle bleibt bestehen

Dudweiler. Ein Jahr ist es her, da berichtete unsere Zeitung von einem Missstand, der vor allem älteren und gehbehinderten Menschen zu schaffen macht. Es war Anfang Juli, als wir uns den Zugang zum oberen Teil des Dudweiler Friedhofs vorknöpften. Dort geht's unter anderem zu einer Urnenwand neueren Datums. Leser hatten sich gemeldet

Dudweiler. Ein Jahr ist es her, da berichtete unsere Zeitung von einem Missstand, der vor allem älteren und gehbehinderten Menschen zu schaffen macht. Es war Anfang Juli, als wir uns den Zugang zum oberen Teil des Dudweiler Friedhofs vorknöpften. Dort geht's unter anderem zu einer Urnenwand neueren Datums. Leser hatten sich gemeldet. Sie beklagten den erbarmungswürdigen Zustand des Braschenplatzes vor dem Gottesacker, der von Besuchern zum Parken genutzt wird. Er stellt sich als regelrechte Stolperfalle dar. Diese Woche kam wieder ein Anruf, und zwar von Leser-Reporterin Christa Brenner. Die 70 Jahre alte Dame, die regelmäßig das Grab ihres Anfang des Jahres verstorbenen Mannes ansteuert, kann nicht verstehen, dass hier nichts unternommen wird, dass die Bezirksverwaltung diesen Missstand so belässt wie er ist. Als "unter aller Kanone" bezeichnet sie besagtes Terrain.An dem Zustand des Platzes wird sich auch in Zukunft nichts ändern, wie die neuerliche Anfrage der SZ im Dudweiler Rathaus ergab. Bezirksbürgermeister Walter Rodermann erklärte, dass in der Verlängerung der Neuweiler Straße lediglich der Verbindungsweg zu dem "Wanderer-Parkplatz" asphaltiert werde, sobald der Haushaltsplan genehmigt sei. Weitergehende Maßnahmen könnten jedoch kurzfristig nicht finanziert werden. "Ich hoffe, dass die Haushaltsgenehmigung, nachdem der Stadtrat am vergangenen Dienstag weitere Einsparungen beschlossen hat, bald erfolgt", fügt er noch hinzu.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte Rodermann gegenüber unserer Zeitung ausgeführt, dass es in dem beanstandeten Areal keine Kanalisation gebe, so dass sich bei heftigen Regenfällen die Wassermassen über das recht steile Gelände ergießen und es zerfurchen. Würde man hier kanalisieren, so Rodermann, wäre der Kanal im unteren Bereich der Neuweiler Straße wohl unterdimensioniert. Eine Nachbesserung würde etwa 80 000 Euro verschlingen. Und dieses Geld sei eben nicht da.

Den Tipp zu diesem Artikel bekamen wir von Leser-Reporterin Christa Brenner aus Dudweiler. Haben auch Sie Spannendes zu erzählen und sogar Fotos gemacht? Dann schicken Sie uns bitte alles per E-Mail an leser-reporter@sol.de oder über das Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter