Die Stadt steht vor einem mageren Jahr

Die Stadt steht vor einem mageren Jahr

Völklingen. Die Stadt Völklingen kann im kommenden Jahr nur rund zehn Millionen Euro an Gewerbesteuer erwarten. Dies sagt der Halbjahresbericht der Stadtverwaltung zur wirtschaftlichen Situation, den Fachdienstleiter Christof Theis am Mittwochabend im zuständigen Stadtratsausschuss vorstellte

Völklingen. Die Stadt Völklingen kann im kommenden Jahr nur rund zehn Millionen Euro an Gewerbesteuer erwarten. Dies sagt der Halbjahresbericht der Stadtverwaltung zur wirtschaftlichen Situation, den Fachdienstleiter Christof Theis am Mittwochabend im zuständigen Stadtratsausschuss vorstellte. Für 2012 rechnet man noch mit 15 Millionen Euro, während im Rekordjahr 2008 über 51 Millionen Euro an Gewerbesteuer eingingen. "Wir sind hier den Kräften des Marktes ausgeliefert", betonte Theis.Die Gewerbesteuer gilt als die wichtigste Einnahmequelle der Stadt. Die Eckdaten zum Haushalt 2013 will Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) am kommenden Dienstag erstmals in nicht öffentlicher Sitzung dem Hauptausschuss des Stadtrates vorstellen.

Der Blick auf den Stellenmarkt in Völklingen und Großrosseln ergibt laut Theis mit einer Arbeitslosenquote zuletzt 8,8 Prozent eine "Herbstbelebung". "In den nächsten Monaten dürften die Zahlen aber nicht besser werden", sagte Theis mit Blick auf den Winter. Hinter der Statistik stehen, mit leichten Schwankungen, jeweils rund 1900 betroffene Menschen. Die Stadt Völklingen ist mit 14 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, darunter rund 10 000 Einpendler, ein attraktiver Arbeits-Standort geblieben. Das ist allerdings weiterhin stark von industriellen Großbetrieben abhängig. Der Einwohnerschwund scheint gebremst. Die Bevölkerungszahl hat sich laut Theis knapp unter 40 000 eingependelt. Der Stadtteil Fenne hat leicht zugelegt, Fürstenhausen derweil etwas abgenommen.

Die Mietpreise in der Stadt sind im wesentlichen konstant geblieben. Man zahlt für Wohnraum drei bis fünf Euro pro Quadratmeter. An Ladenmieten sind bis zu 8,50 Euro zu erzielen. Dies erscheint zwar positiv aus Verbraucherseite, ist aber laut Theis "für Investoren im Geschäftskern nicht besonders attraktiv". Das Projekt City-Center erwähnte Theis in diesem Zusammenhang nicht. Es fragte auch niemand der Ausschussmitglieder.

> Weiterer Bericht folgt

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