1. Saarland

Die Staatsekretärin sucht Antworten zur Firma Bahnlog

Die Staatsekretärin sucht Antworten zur Firma Bahnlog

Homburg/Altstadt. "Ich will eines vorweg schicken, was mir wirklich wichtig ist: Ich engagiere mich in dieser Sache, um die Bürgerinitiative zu unterstützen. Aber ich empfinde mich dabei nicht als eine Gegnerin des Unternehmens Bahnlog

Homburg/Altstadt. "Ich will eines vorweg schicken, was mir wirklich wichtig ist: Ich engagiere mich in dieser Sache, um die Bürgerinitiative zu unterstützen. Aber ich empfinde mich dabei nicht als eine Gegnerin des Unternehmens Bahnlog." Mit dieser Eröffnung der Bürgerversammlung auf dem Lappentascher Hof am vergangenen Freitag durch die Umweltstaatssekretärin Astrid Klug (Foto: SZ) hatte wohl so mancher nicht gerechnet.

Rund 30 Bürger hatten sich im Vereinsheim des TuS Lappentascherhof getroffen, um mit Vertretern der Stadt, der Parteien und mit Astrid Klug viele drängende Themen zu besprechen - eben auch die Problematik einer durch Bürger wahrgenommenen Belästigung durch Lärm und Staub durch das Unternehmen Bahnlog auf dem Gelände des ehemaligen Zollbahnhofs.

Klug informierte die Gäste über den Stand der gegenwärtigen Überprüfung der Rechtslage rund um das Unternehmen und nutzte die Gelegenheit, klar Stellung zu beziehen. "Das Ziel meines Engagements ist es nicht, dass das Unternehmen schließen muss und seine Aktivitäten dort einstellt. Ich glaube, dass das Unternehmen dort seine Berechtigung hat." Klug machte klar, dass für sie die Arbeit von Bahnlog sinnvoll ist. "Das Unternehmen betreibt Recycling, es bereitet Schotter auf. So sorgt es auch dafür, dass bei größeren Bauarbeiten der Bahn nicht immer neues Material eingebracht werden muss, sondern vorhandenes im Sinne von Ressourcenschonung wieder verwendet wird."

Bei aller grundsätzlichen Zustimmung verdeutlichte Klug aber auch, dass für den Bahnlog-Betrieb rechtliche Rahmenbedingungen gelten müssen. So müsse sich Bahnlog an die geltenden Bestimmungen halten. Genau diese Bestimmungen und die Frage nach der Zuständigkeit für die Genehmigungsverfahren stehen derzeit im Mittelpunkt der teils kontroversen Diskussionen. Insbesondere Ulrike Grub, Sprecherin der Bürgerinitiative "Betroffene der Aktivitäten Zollbahnhof", zeigte sich wenig zufrieden mit den gegebenen Informationen. thw