1. Saarland

Die Sammlung wird wohl nicht komplett

Die Sammlung wird wohl nicht komplett

Landsweiler-Lebach. Für den Augenblick überwog die Enttäuschung. Nicht, dass sie sich allzu große Chancen ausgerechnet hatten, doch noch deutscher Meister zu werden. Aber dennoch muss es geschmerzt haben, wie Fortuna Lünen gestern nur ein paar Meter nebenan, auf der eigenen Bahn in Landsweiler-Lebach, den Titel in der Kegel-Bundesliga feierte

Landsweiler-Lebach. Für den Augenblick überwog die Enttäuschung. Nicht, dass sie sich allzu große Chancen ausgerechnet hatten, doch noch deutscher Meister zu werden. Aber dennoch muss es geschmerzt haben, wie Fortuna Lünen gestern nur ein paar Meter nebenan, auf der eigenen Bahn in Landsweiler-Lebach, den Titel in der Kegel-Bundesliga feierte.Was das Ganze wohl noch verstärkt haben dürfte: Der KSC Dilsburg wird selbst wohl nur Dritter. Soviel scheint vor dem abschließenden Spieltag der Meisterrunde - am 25. Februar bei den KF Oberthal - festzustehen. Dabei wurmte die Spielerinnen des KSC vor allem der vergangene Samstag, als die Mannschaft beim KV Maifeld-Polch lange Zeit sogar Chancen auf den Tagessieg hatte. Am Ende wurde sie jedoch Letzter. "Da hatten wir uns schon mehr erhofft", erklärte Sandra Keller. Und so waren die ohnehin kleinen Chancen auf die Meisterschaft schon vor dem Heimspiel am Sonntag dahin. "Das Niveau in dieser Liga ist eben hoch. Da ist alles so eng zusammen. Da wird es dann auch erst im letzten Block entschieden, wie in Polch", erklärte Birgit Stauner-Bayer, die mit ihrer Leistung am Sonntag nicht zufrieden war.

Tatsächlich schien es auf der eigenen Bahn tags darauf eine Mischung aus den Nachwirkungen des unglücklichen Auftritts bei Maifeld-Polch, der starken Leistung von Fortuna Lünen und dem schlechten Tag, den mehrere Keglerinnen des KSC Dilsburg erwischt hatten, zu sein. Denn eigentlich ist es im Kegeln üblich, dass die Heimmannschaft, sofern sie auf Augenhöhe agiert, den Sieg fast sicher hat. Doch gestern galt dies nicht. Wieder hatte es so ausgesehen, als wäre Dilsburg der Sieg nicht mehr zu nehmen, wieder wurden sie auf den letzten Metern abgefangen. Diesmal eben von Fortuna Lünen.

Die Dilsburger Chancen auf Platz zwei sind vor dem letzten Spieltag der Meisterrunde äußerst gering. Dort steht nämlich jetzt der Lokalrivale aus Oberthal mit einem Punkt Vorsprung. Und Oberthal ist Gastgeber am letzten Spieltag. Hoffnung macht da - paradoxerweise - die eigene Leistung gestern: "Wir sind ja auch nicht Erster geworden", hofft Veronika Ulrich, dass auch Oberthal seinen Heimvorteil nicht nutzen kann. Allerdings müsste Dilsburg in Oberthal gewinnen und Oberthal gleichzeitig Dritter werden.

Immerhin hatte Veronika Ulrich einen persönlichen Erfolg zu feiern. Zum ersten Mal gelang der Keglerin, die trotz ihrer erst dritten Saison zu den sicheren Punktelieferanten zählt, ein Ergebnis über 800 Holz. Am Ende waren es 805 - die Bestleistung des Mittags. Wirklich freuen konnte sie sich allerdings nicht, das Lächeln wirkte ein wenig gezwungen: "Ja, es ist schön. Aber es hat ja leider nichts gebracht."

Dennoch können sie bei genauerer Betrachtung zufrieden sein. Zumal die Silbermedaille ohnehin eher aus ästhetischen Gesichtspunkten attraktiv war, wie Stauner-Bayer mit Blick auf die in der Vergangenheit bereits gewonnene Gold- und Bronzemedaille sagte: "Wir wollten die Sammlung doch vollmachen."