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Die Psychologie des Basketballs

Die Psychologie des Basketballs

Saarbrücken. Die Gänge im ATSV-Center in Alt-Saarbrücken sind eher nicht für große Basketballer gebaut. Steffen Behrens misst 2,09 Meter und muss sich ein paar Mal auf dem Weg zur Halle ducken. Der 23-Jährige spielt seit dieser Saison auf der Centerposition beim Basketball-Regionalligisten ATSV Saarbrücken

Saarbrücken. Die Gänge im ATSV-Center in Alt-Saarbrücken sind eher nicht für große Basketballer gebaut. Steffen Behrens misst 2,09 Meter und muss sich ein paar Mal auf dem Weg zur Halle ducken. Der 23-Jährige spielt seit dieser Saison auf der Centerposition beim Basketball-Regionalligisten ATSV Saarbrücken. "Das Team ist eine bunte Truppe mit den unterschiedlichsten Charakteren, die ein gemeinsames Ziel haben: Nämlich guten Basketball zu spielen. Und es macht Spaß, zu so einem Team dazu zugehören", sagt der Student der Saar-Uni. In Oldenburg geboren, kam Behrens relativ spät zum Basketball. "Mit 15 habe ich angefangen, im Verein zu spielen. Ich habe in Oldenburg alle Jugendmannschaften durchlaufen", erzählt Behrens über seine Anfangszeit.

Mit 18 war er dann endgültig vom Basketballvirus infiziert. Behrens gehörte damals drei Mannschaften gleichzeitig an. Neben dem U20-Jugendteam spielte er auch in den Herrenmannschaften in der 1. und 2. Regionalliga. Behrens trainierte fast jeden Tag und hatte mehrere Spiele pro Woche. Das viele Training zahlte sich aus, seine Leistungen und Basketballfähigkeiten wurden immer besser. Auch die Jugend-Nationalmannschaft wurde auf Behrens aufmerksam. Mit 16 wurde er zum ersten Mal berufen. Später verpasste er nur ganz knapp den Sprung in den Kader, der zur U20-EM fuhr.

Nach dem Abitur verließ Behrens Oldenburg und spielte zwei Jahre lang bei den New Yorker Phantoms in Braunschweig. "Hauptsächlich habe ich dort im zweiten Team gespielt. Aber ich habe auch mit der Bundesligamannschaft trainiert und war auch bei den Spielen dabei. In dieser Zeit habe ich viel gelernt und viele Erfahrungen gesammelt." Zuletzt spielte Behrens in Osnabrück bei den GiroLive-Ballers in der 2. Liga (Pro A). Parallel dazu studierte er in Osnabrück. "Wir haben zweimal täglich trainiert, und dazu hatte ich noch vier Vorlesungen am Tag. Das war zusammen etwas viel. Ich hatte das Pensum unterschätzt" - so dass der 23-Jährige nach einer anderen Möglichkeit suchte, um Studium und Basketball unter einen Hut zu bekommen.

"Es war immer ein Traum von mir, Psychologie zu studieren. Jetzt hat es endlich mit einem Studienplatz geklappt. Beim ATSV habe ich ideale Bedingungen, um neben dem Studium auf relativ hohem Niveau Basketball zu spielen. Ganz ohne Basketball kann ich nicht leben", sagt Behrens über seine Entscheidung, an der Saar-Uni zu studieren. ATSV-Spielertrainer Gunter Gärtner schätzt an seinem 2,09 Meter großen Neuzugang besonders "sein intelligentes Basketballverständnis. Man merkt seine Erfahrung seinem Spiel an. Wenn wir besser eingespielt sind, wird vieles noch besser klappen", sagt Gärtner über die Qualitäten von Behrens, mit dem der ATSV in drei Spielen zweimal gewonnen hat.

Am Sonntag soll der erste Heimsieg gegen den TV Kirchheimbolanden (ATSV-Center, Beginn 18 Uhr) dazukommen. "Es ist in dieser Saison noch viel möglich für uns. Wir können einen Platz im oberen Drittel schaffen", schätzt Behrens das Potenzial des Teams ein.