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Die Linke und der Sex

Die Linke und der Sex

Diese Woche ging es um Sex - in der Sesamstraße und in einer Pressemitteilung der Saarbrücker Linken. Die Sesamstraßen-Sex-Nachricht kam aus den USA. Ernie und Bert, die wohl bekanntesten Bewohner der Sesamstraße, sollen heiraten, fordern etwa 5500 Amerikaner per Unterschriftenliste von den Produzenten der Fernsehserie, die nicht nur bei Kindern beliebt ist

Diese Woche ging es um Sex - in der Sesamstraße und in einer Pressemitteilung der Saarbrücker Linken. Die Sesamstraßen-Sex-Nachricht kam aus den USA. Ernie und Bert, die wohl bekanntesten Bewohner der Sesamstraße, sollen heiraten, fordern etwa 5500 Amerikaner per Unterschriftenliste von den Produzenten der Fernsehserie, die nicht nur bei Kindern beliebt ist.Seit 40 Jahren erleben die Sesamstraßen-Zuschauer auch bei uns, wie Ernie und Bert zusammen wohnen - und sich sogar ein Schlafzimmer teilen. Da sei nun eine Homosexuellen-Ehe fällig, finden die Initiatoren der Unterschriftenaktion.

Die Sesamstraßen-Macher finden das nicht witzig. Ernie und Bert, stellen sie klar, "sind nicht homosexuell, sie sind nicht heterosexuell, sie sind Puppen". Das bedeutet: "Sie existieren unterhalb der Taille nicht."

Weil Sozialpolitik keine Zaubernummer mit der Dame oder dem Herrn ohne Unterleib ist, ließ der Vorsitzende der Linken-Stadtratsfraktion, Rolf Linsler, diese Woche auf seine Weise die Puppen tanzen. Er forderte kostenlose Verhütungsmittel für Arme. Mit 15 Euro für Medikamente im Hartz-IV-Satz sei Familienplanung nicht zu machen. Für arme Saarbrücker bleibe nur die Wahl: "entweder ganz auf Sex verzichten oder hoffen und beten, dass er nicht zur Schwangerschaft führt". Die Stadt soll also die Verhütungsmittel für die Armen bezahlen.

Rolf Linsler will seine Stadtrats-Bündnispartner von der SPD und den Grünen nun fragen, ob sie da mitmachen. Das ist eine gute Idee. Das Geld wäre gut investiert. Und Fragen ist eh immer gut. Denn aus der Sesamstraße wissen wir: "Wer nicht fragt, bleibt dumm. Tausend tolle Sachen, die gibt es überall zu sehen, manchmal muss man fragen, um sie zu verstehen."