"Die Lernsituation verbessert sich"

Perl. Das Schengen-Lyzeum erhält weiter EU-Fördermittel: 1,77 Millionen Euro aus dem Interreg-Programm. Eigentlich sollte das Projekt Inhed (Integration, Heterogeniät und Differenzierung) im Dezember auslaufen. Jetzt erhielt das Schengen-Lyzeum die Nachricht, dass die Förderung im Rahmen des Programms "Interreg IV A Großregion" bis zum Ende des Schuljahres 2011/12 weiterläuft

Perl. Das Schengen-Lyzeum erhält weiter EU-Fördermittel: 1,77 Millionen Euro aus dem Interreg-Programm. Eigentlich sollte das Projekt Inhed (Integration, Heterogeniät und Differenzierung) im Dezember auslaufen. Jetzt erhielt das Schengen-Lyzeum die Nachricht, dass die Förderung im Rahmen des Programms "Interreg IV A Großregion" bis zum Ende des Schuljahres 2011/12 weiterläuft. Dies bietet der Schule die Möglichkeit, die Mittel voll auszuschöpfen und lässt auch die zukünftige Klassenstufe fünf in den Genuss der Förderung kommen.

Was ist Interregg?

Volker Staudt: Interreg IV A ist ein Förderprogramm der EU, das grenzüberschreitende Maßnahmen in den Bereichen Verkehr, Umwelt, Tourismus und auch Bildung fördert.

Auf welchem Weg erhält man solche Zuschüsse?

Staudt: Zunächst einmal muss ein umfangreicher Antrag, der alle Maßnahmen genauestens beschreibt und auch detaillierte Finanztabellen enthält, bei der EU eingereicht werden. Bei Interreg IV A entscheidet der Lenkungsausschuss, in dem Vertreter der Großregion vertreten sind.

Welche Ziele verfolgt das Projekt des Schengen-Lyzeums?

Staudt: Schon im Projektnamen Inhed, eine Abkürzung für Integration, Heterogenität und Differenzierung, werden die Ziele deutlich, nämlich Integration der Schüler beidseits der Grenze, Ausgleich der bestehenden Unterschiede vor allen Dingen im schulischen Bereich, individuelle Förderung.

Wer ist an dem Projekt beteiligt?

Staudt: Projektpartner sind das saarländische und das luxemburgische Bildungsministerium sowie der Landkreis Merzig-Wadern. Das Schengen-Lyzeum managt das Projekt.

Welche einzelnen Maßnahmen werden finanziert?

Staudt: Insgesamt werden fünf verschiedene Maßnahmen finanziert, nämlich die Erstellung schuleigener Lehrpläne und zusätzliche Unterrichtsmaterialien, die Integration neuer Schülerinnen und Schüler aus Luxemburg in der Klassenstufe 7, die Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus sowie vor allem verschiedene Fördermaßnahmen für die Schüler.

Welche Fördermaßnahmen sind dies im Einzelnen?

Staudt: Die Schüler kommen mit den unterschiedlichsten Vorkenntnissen an die Schule. Durch individuelle Förderung und gezielte Maßnahmen sollen diese Unterschiede Schritt für Schritt abgebaut werden. Dies geschieht unter anderem dadurch, dass in Französisch, Deutsch und Mathematik mehrmals in der Woche zwei Lehrer eine Klasse betreuen, zusätzliche Fachförderung zum Ausgleich von Defiziten angeboten wird und als Ergänzung dazu die Schüler im so genannten Lernbüro Hilfestellungen bei kurzfristig auftretenden Schwierigkeiten und Leistungseinbrüchen erhalten.

Worin besteht der hauptsächliche Nutzen des Projektes?

Staudt: Den größten Nutzen von diesem Projekt haben die Schüler, denn alle Maßnahmen zielen darauf ab, ihre Lernsituation zu verbessern und sie individuell bestmöglich zu fördern.

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