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"Die Kurwel" kehrt auf die Bühne zurück

"Die Kurwel" kehrt auf die Bühne zurück

Dillingen. Die Kurwel, einfach mal platt gesprochen, hat hier nichts mit einem technischen Hilfsmittel zum Drehen zu tun. "Ab und zu wollen wir die Mundart pflegen", sagt Hannelore Vogt. Sie führt Regie beim aktuellen Theaterstück der Salokinesen

Dillingen. Die Kurwel, einfach mal platt gesprochen, hat hier nichts mit einem technischen Hilfsmittel zum Drehen zu tun. "Ab und zu wollen wir die Mundart pflegen", sagt Hannelore Vogt. Sie führt Regie beim aktuellen Theaterstück der Salokinesen.

Spaß wird garantiert

Die Katholische Laienbühne Dillingen präsentiert am heutigen Samstagabend das Stück "Die Kurwel" - das ist eine turbulente Komödie, mit garantiertem Spaßfaktor. Der Vorhang im evangelischen Gemeindehaus Dillingen in der Nordallee hebt sich um 19.30 Uhr.

Bereits 1979 und 1994 führten die Salokinesen das Stück des Rodener Mundartdichters Nikolaus Fox auf. Dabei werden die Zuschauer in die Zeit um die Jahrhundertwende entführt. Die Kurwel, also ein Teig- oder Brotkorb, wird vermisst. Wer das geliehene Stück nicht zurückbrachte, ist schnell gefunden. Obwohl sie entlarvt ist, will die Gute das gute Stück nicht zurückgeben und so wird aus der Kurwel schnell die Ursache eines Familienstreits in Nachbarschaft. Die Fehde verhindert fast das Glück zweier Liebender. Mehr zum Inhalt verrät die Laienbühne nicht.

Bei der Generalprobe am Donnerstagabend galt es lediglich noch an den Feinheiten zu arbeiten. Wobei noch zu Beginn der Proben so mancher, vor allem die Jungdarsteller wie Jil Gillert (zwölf Jahre) oder Marie-Christin Magay (zehn), Nachhilfe bekommen mussten, was den alten Dialekt betrifft. Wer weiß denn heute noch, was eine Schläfgode ist oder was es bedeute "ze straich ze kommen". Ersteres ist eine Frau, die sich etwas ausleiht und es nicht mehr zurückbringt, im zweiten Fall gilt es zurechtzukommen.

Zurechtkommen musste die Laienbühne auch mit der neuen Umgebung. 50 Jahren lang war das ehemalige katholische Pfarr- und Jugendheim ihr Zuhause. "Es war für uns eine große Umstellung, aber wir sind froh, mit dem evangelischen Gemeindehaus eine neue Bühne gefunden zu haben", erklärt Vogt.

Nachwuchs fällt aus

Gewohnt ist das Publikum, dass sich vor dem Theaterstück der Erwachsenen der Salokinesen-Nachwuchs in Szene setzt. Doch weil es kurzfristig zu viele krankheitsbedingte Ausfälle gab, musste die Laienbühne den Auftritt der Jugendlichen streichen.

"Die Kurwel" beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro.