1. Saarland

Die "Kirb" wächst und wächst

Die "Kirb" wächst und wächst

Geislautern. Seit über 100 Jahren wird in Geislautern, liebevoll oft auch als "Tor zum Warndt" bezeichnet, über vier Tage die traditionelle Kirmes gefeiert. Dabei könnte man meinen, dass die Geislauterner "Kirb" immer größer wird

Geislautern. Seit über 100 Jahren wird in Geislautern, liebevoll oft auch als "Tor zum Warndt" bezeichnet, über vier Tage die traditionelle Kirmes gefeiert. Dabei könnte man meinen, dass die Geislauterner "Kirb" immer größer wird. Kein Wunder, bieten doch der neu gestaltete Schulhof der Schlossparkschule und das Dorfgemeinschaftshaus als neuer Dorfmittelpunkt geradezu ideale Voraussetzungen zum Feiern. Brauchtum zu bewahren, ist für die Arbeitsgemeinschaft Geislauterner Vereine (AGV) mit ihrem Vorsitzenden Dirk Bastuk selbstverständlich: "Festgottesdienst, Festumzug und Festplatz - diese drei Dinge gehören traditionell zu unserer Kirmes hier in Geislautern", sagte Bastuk beim Kirmesstart im Schlosspark. Denn nach dem Festgottesdienst mit dem ehemaligen Geislauterner Pastor Marius Merkelbach zog das halbe Dorf im Festumzug zum Festplatz. Mit dabei die Wandergruppe Rosseltal, der Karnevalsverein Die Braddler, der Reitsportverein und als musikalischer Begleiter der Musikverein Rheingold aus Großrosseln. Am Samstagabend war das Wetter noch trocken - der katholische Kirchenchor unter Leitung von Franz Josef Hümbert musste nicht gegen Regen ankämpfen, wohl aber gegen die Kirmesmusik der umliegenden Standbetreiber. Hindernisse auch beim Fassanstich, den Oberbürgermeister Klaus Lorig, Ortsvorsteherin Monika Roth und der Pastor gemeinsam bewerkstelligen wollten. Doch das misslang, auch noch beim fünften Versuch - der Zapfhahn passte nicht. Man musste sich kurzerhand mit Frischgezapften vom Bierstand nebenan behelfen. Auf dem neu gestalteten Schulhof verwöhnte derweil der Sportverein Geislautern die Kirmesfreunde, die beim Autoskooter, dem Kinderflieger oder dem Kinderkarussell ihren Spaß hatten und an den Biertischen plauderten. Karaoke und Revivalparty mit Michael Schöpp waren danach angesagt. Zuvor hatten Geislauterner Feuerwehrleute mit vereinten Kräften den Kirwebaum in die Höhe gestemmt, daran festgebunden der Kirwehannes, der bis Dienstagabend das Kirmestreiben wohlgefällig betrachten wird. Dann geht es ihm an den Kragen: Er wird verbrannt. Ein Höhenfeuerwerk beschließt am Dienstag gegen 22 Uhr die Geislauterner Kirmes.