1. Saarland

Die Kinder halten den Atem an

Die Kinder halten den Atem an

Wadgassen. Mucksmäuschenstill ist es, als Buchautorin Caroline Kehl zu ihrem Buch "Seraphina" greift und beginnt, eines der zahlreichen Abenteuer vorzulesen. Gespannt hören die Jungen und Mädchen aus dem dritten und vierten Schuljahr unter dem Dach der Abteischule Wadgassen zu

Wadgassen. Mucksmäuschenstill ist es, als Buchautorin Caroline Kehl zu ihrem Buch "Seraphina" greift und beginnt, eines der zahlreichen Abenteuer vorzulesen. Gespannt hören die Jungen und Mädchen aus dem dritten und vierten Schuljahr unter dem Dach der Abteischule Wadgassen zu. "Wir haben die Kinder im Vorfeld schon ein wenig über Buch und Autorin informiert, doch dass so viele tolle Fragen kommen würden, habe ich nicht gedacht", freut sich am Ende einer gelungenen Lesung mit Fragestunde Schulleiterin Annette Lang-Rech.Caroline Kehl, gerade mal 18 Jahre, kennt die Abteischule sehr gut, war sie doch selbst Schülerin hier. "Und da habe einfach mal nachgefragt, ob ich mein Buch in meiner alten Schule vorstellen darf", sagt sie. Und sie durfte, wenn es auch ein bisschen gedauert hat, bis ein geeigneter Termin gefunden war.

"Wie kamen Sie auf den Titel?" - "Wie lange haben Sie für das Buch gebraucht?" - "Was verdienen Sie an einem Buch?" - "Wollen Sie als Buchautorin arbeiten?" - Auf all diese Fragen gibt die Abiturientin am Robert-Schuman-Gymnasium gerne Antwort, erzählt aus ihrer Sicht, wie es ist, eine Buchautorin zu sein. "Das ist eigentlich so wie früher, kaum ein Unterschied. Nur, dass ich jetzt zu Lesungen gehen kann mit meinem eigenen Buch", erzählt sie.

Dass sie selbst noch zur Schule geht, verwundert die meisten der Kinder. "Ich hätte nicht gedacht, dass so junge Leute schon solche Bücher schreiben", erklärt Melvin. Ihm gefällt die Fantasy-Geschichte. Auch Tim findet die Geschichte spannend, wüsste zu gerne, wie sie ausgeht. "Da müsst ihr noch ein wenig warten, denn die Geschichte ist als Trilogie geplant, das Ende gibt es also erst in Band drei. Doch ich weiß es schon", erzählt Kehl.

Auch, dass sie schon im Grundschulalter angefangen hat, Geschichten zu schreiben, später am Gymnasium in den Freistunden an dem Buch gearbeitet hat, berichtet sie den interessierten Nachwuchslesern. "Ich lese gerne und viel und würde auch gerne das Buch Seraphina weiterlesen. Aber selbst ein Buch schreiben, dazu hätte ich niemals die Geduld. So viele Seiten zu schreiben, das wäre mir zu viel Arbeit", sagt Angelina aus dem dritten Schuljahr.

Am Ende gibt es von ihr und ihren Mitschülern einen tosenden Applaus für eine außergewöhnliche Unterrichtsstunde, die bei sehr vielen sicherlich die Lust aufs (Vor-)Lesen geweckt hat.