1. Saarland

Die Kampfmaus sagt tschüssFSG Oberthal-Hirstein verabschiedet sich von den Fans

Die Kampfmaus sagt tschüssFSG Oberthal-Hirstein verabschiedet sich von den Fans

Oberthal. Das letzte Heimspiel der Saison am Samstag um 19 Uhr gegen den Tabellenneunten SV 64 Zweibrücken ist für die FSG Oberthal-Hirstein ein ganz besonderes Spiel. Denn es ist nicht nur der vorläufige Abschied von den Fans, sondern wird vorerst auch das letzte Heimspiel in der Oberliga sein

Oberthal. Das letzte Heimspiel der Saison am Samstag um 19 Uhr gegen den Tabellenneunten SV 64 Zweibrücken ist für die FSG Oberthal-Hirstein ein ganz besonderes Spiel. Denn es ist nicht nur der vorläufige Abschied von den Fans, sondern wird vorerst auch das letzte Heimspiel in der Oberliga sein. "Wir wollen uns mit einem Sieg von den Fans verabschieden", sagt Trainerin Claudia Schikotanz. Das sei machbar, vor allem da ihre Spielerinnen in den letzten beiden Partien eine gute Leistung gezeigt hätten. So gewann Oberthal das Heimspiel gegen Kandel mit 28:27.Bis zum nächsten Heimspiel in der neuen Saison wird sich bei der FSG personell einiges ändern: Torfrau Gulia Wilhelmi verlässt die Mannschaft. Außerdem besteht bei den Stammspielerinnen Lilli Weidel, Eva Maldener und Lisa Lambert die Möglichkeit, dass sie aus beruflichen Gründen ausscheiden. Trotzdem plagen Schikotanz keine Personalsorgen: "Wir haben viele B- und A-Jugendspielerinnen, die bereit sind, aufzurücken." Für die nächste Saison hat sich das Team zum Ziel gesetzt, zum ersten Drittel der Saarlandligisten zu gehören. kira

Marpingen. Sie steht seit fast 30 Jahren auf dem Handballfeld. Trotzdem wird Elke Zägel nervös sein, wenn sie an diesem Samstag um 20 Uhr aufläuft. Denn das Heimspiel der DJK Marpingen gegen den Tabellensiebten der RPS-Oberliga VTV Mundenheim wird vorerst ihr letztes sein. Am Saisonende will die Rückraum-Spielerin die erste Frauenmannschaft der DJK verlassen, um mehr Zeit für ihre Familie zu haben.

Mit gemischten Gefühlen sieht sie ihrem Ausstieg entgegen. "Auf der einen Seite freue ich mich, mehr Freizeit zu haben", sagt die 34-Jährige. Auf der anderen Seite habe sie aber auch Angst davor, wie sehr sie den Handball vermissen wird. Ganz hinter sich lassen wird sie den Sport dabei nicht. Als Trainerin wird sie weiter die B-Jugendmannschaften der DJK betreuen und gelegentlich bei der zweiten Frauenmannschaft mitspielen. Dass sie auch mal bei der Ersten einspringt, schließt sie nicht aus, doch es soll die Ausnahme bleiben: "In meinem Alter sehe ich meine Zukunft eher als Trainerin."

Mit Zägel verlieren die Moskitos eine wichtige, erfahrene Spielerin, was Trainer Manfred Wegmann zutiefst bedauert: "Elke ist zuverlässig und gibt immer ihr Bestes. Was das Kämpferische angeht, ist sie ein Vorbild für die jungen." Sie sei zudem unheimlich schnell, zweikampfstark und bereit, die Führung zu übernehmen, lobt der Trainer. Mit nur kleinen Unterbrechungen spielte die Kampfmaus, wie sie bisweilen genannt wurde, während ihrer gesamten Karriere für die DJK. Die schönste Saison habe sie 07/08 erlebt, als den Moskitos der Sprung in die 2. Liga gelang. "Wir haben zwar fast nur verloren, trotzdem war es eine tolle Zeit", erinnert sich Zägel. Einen ganz besonderen Triumph durfte sie auch vor zwei Wochen miterleben, als die DJK sich im Saarlandpokal-Endspiel überraschend mit 25:21 gegen den Drittligisten TuS Neunkirchen durchsetzte. Auf dem Handballfeld habe sie aber auch schwere Momente erlebt: "Als ich 19 war, hatte ich einen Bandscheibenvorfall und Angst, nicht weitermachen zu können", erzählt sie. Doch ihre Sorge blieb unbegründet - mit der DJK erlebte sie noch große Handball-Momente. Auch wenn Zägel nun kürzer tritt, ist und bleibt Handball sehr wichtig für sie. "Er bleibt ein zentraler Lebensinhalt für mich", erklärt Zägel. kira