"Die Jungs wissen, wie es geht"

"Die Jungs wissen, wie es geht"

Merzig. Wölfe zählen zu den bedrohten Arten. Sie sind zähe, listige und nie locker lassende Jäger, die es auch mit größeren Beute-Tieren und sogar Bären aufnehmen können. Allerdings nur im Rudel. Der Teamgeist macht Wölfe so gefährlich und unberechenbar. Auch auf die Handballfreunde Untere Saar, die den Wolf ja bekanntlich zum Wappentier erwählten, trifft dies alles irgendwie zu

Merzig. Wölfe zählen zu den bedrohten Arten. Sie sind zähe, listige und nie locker lassende Jäger, die es auch mit größeren Beute-Tieren und sogar Bären aufnehmen können. Allerdings nur im Rudel. Der Teamgeist macht Wölfe so gefährlich und unberechenbar. Auch auf die Handballfreunde Untere Saar, die den Wolf ja bekanntlich zum Wappentier erwählten, trifft dies alles irgendwie zu. Körperlich und technisch den meisten Regionalliga-Rivalen unterlegen, konnten die stark abstiegsgefährdeten "Wölfe" in der zurückliegenden Vorrunde nur dank ihres Teamgeistes spielerisch mithalten. Kurz vor der Winterpause landete die Truppe von Trainer Berthold Kreuser dann gegen Budenheim (36:32) und Nieder-Olm (34:28) zwei Mut machende Siege. Und plötzlich trennen die von vielen bereits abgeschriebenen Saarländer vom sicheren zehnten Platz nur noch vier Punkte.Übermächtiger GegnerAn diesem Samstag, 19.30 Uhr, dringt mit Tabellenführer TV Groß-Umstadt nun ein scheinbar übermächtiger Gegner ins Revier der Handballfreunde (Platz 14) ein. Doch in der heimischen Thielspark-Halle - das haben die Wölfe-Fans in eineinhalb Jahren Regionalliga mehrfach erlebt - ist ihre Mannschaft immer für eine Überraschung gut. "Es wird richtig schwierig, obwohl wir gegen den Tabellenführer mit Zweitliga-Ambitionen nichts zu verlieren haben. Wir haben die letzten zwei Spiele gewonnen und uns danach für das Saarlandpokal-Finalturnier qualifiziert. Die Jungs wissen also, wie es geht", sieht Berthold Kreuser dem ersten Rückrundenspiel vor eigener Kulisse gelassen entgegen.Im Kampf um den Klassenverbleib ist die Hoffnung zurückgekehrt. Teamgeist soll weiterhin die Basis des Erfolgs sein. Und: Ohne eine gemeinsame Strategie gibt es für Wölfe nichts zu fressen - oder für Handballer keinen Sieg. "Wir müssen versuchen Groß-Umstadts Deckung zu knacken. Wir treffen auf die beste Abwehr der Liga", sagt Kreuser, ohne sich allzu tief in die Karten schauen zu lassen. Es wird am Samstag aber wohl ähnlich laufen wie bei Wölfen, die eine Gruppe Beutetiere attackieren. Der Trick ist, über die Flügel anzugreifen, um die Außenverteidiger von den anderen zu trennen und Lücken zu finden, durch die man durchbrechen kann. Verteidigen Wölfe das eigene Territorium, treten sie ihren Rivalen immer selbstbewusst und offensiv entgegen. Nur so können sie in der Hierarchie aufsteigen. Eine Denkweise, die auch Berthold Kreuser gefällt. Dennoch sieht der HF-Teamchef auch Unterschiede. "Wir haben keinen Rudelführer oder überragenden Spitzenspieler, der sagt, wie es läuft. Die Mannschaft entscheidet im Kollektiv. Das kann manchmal auch nachteilig sein."Kreuser sieht kleine ChanceDie Chance, gegen den souveränen Tabellenführer (gab erst zwei Punkte ab) zu punkten, sei gering, gibt Berthold Kreuser offen zu. Doch aufgeben vor dem Spiel, das kommt für den Alpha-Wolf der Handballfreunde Unter Saar gar nicht in Frage: "Wir haben in Groß-Umstadt stark gespielt (24:28, Anm. d. Red.). Warum soll uns zu Hause keine Überraschung gelingen? Mit dem richtigen Biss ist alles möglich." "Wir haben in Groß-Umstadt stark gespielt. Warum soll uns zu Hause keine Überraschung gelingen? Mit dem richtigen Biss ist alles möglich." Trainer Berthold Kreuser, quasi das Alpha-Tier bei den Wölfen

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