Die Jesusdarsteller lieben ihr Dorf

Die Jesusdarsteller lieben ihr Dorf

Auersmacher. Zurzeit gibt es für Peter Lang (32) und Alexander Lang (29) nichts Wichtigeres als Texte zu lernen - und sich Haare und Bart wachsen zu lassen. "Der Text sitzt, aber ich muss noch ein paar Kilo abnehmen", gibt Peter Lang zu. Am 27. Februar beginnen die Auersmacher Passionsspiele im Ruppertshofsaal

Auersmacher. Zurzeit gibt es für Peter Lang (32) und Alexander Lang (29) nichts Wichtigeres als Texte zu lernen - und sich Haare und Bart wachsen zu lassen. "Der Text sitzt, aber ich muss noch ein paar Kilo abnehmen", gibt Peter Lang zu. Am 27. Februar beginnen die Auersmacher Passionsspiele im Ruppertshofsaal. Mehr als 10 000 Besucher werden in 23 Vorstellungen bis Karfreitag erwartet. Für Peter und Alexander ist es der Höhepunkt ihrer bisherigen Theater-Karriere. Die beiden sind weitläufig miteinander verwandt. Und sie spielen abwechselnd den Jesus. Eine Rolle, in der erst sechs Auersmacher zu sehen waren. "Je näher die Premiere rückt, um so mehr wird einem bewusst, welches Gewicht die Rolle hat. Man repräsentiert einen ganzen Ort, der sich aufgrund seiner Theatererfolge einen großen Namen gemacht hat", sagt Berufsfeuerwehrmann Alexander Lang. Und wenn es um diesen Ort geht, werden die beiden leidenschaftlich. "Klar leben wir gern in Auersmacher. Alle Strukturen sind intakt, das Vereinsleben ist vorbildlich", erzählt der zweifache Familienvater Alexander Lang. Er spielt nicht nur Theater, sondern auch Fußball, wenn der SV Auersmacher mal Personalnot hat. Zudem ist der 29-jährige Mann in der freiwilligen Feuerwehr, ist Elferratspräsident beim Karnevalsverein "Die Kowe" und war Vorsitzender des Jugendclubs. "Ich glaube, das ist normal in Auersmacher. Es gibt kaum jemanden, der in keinem oder nur in einem Verein ist. Auch die Kinder können sich aussuchen, was sie in ihrer Freizeit machen wollen", erzählt Alexander Lang weiter. Ähnlich sieht's bei Diplom-Geograph Peter Lang aus, der wie Alexander Lang im Sportverein Fußball spielt und mit der Feuerwehr ausrückt, wenn es mal brennt. Während des Studiums wohnte der 32-Jährige kurz in Saarbrücken. "Das kann man mit dem Leben in Auersmacher überhaupt nicht vergleichen. In Saarbrücken kannte ich nicht einmal alle Bewohner im Haus. In Auersmacher kennt man so gut wie jeden", sagt Peter Lang, der noch dieses Jahr Freundin Sandra heiraten und ins gemeinsame Haus im Dorf ziehen will. "Ich glaube nicht, dass wir irgendwann irgendwo anders hinziehen. Wo soll es besser sein?", fragt Peter Lang. Gleiches gilt für Alexander Lang. "Wir verlassen Auersmacher nur, wenn wir evakuiert werden. Sonst ist das unvorstellbar." leh "Wir verlassen Auersmacher nur, wenn wir evakuiert werden."Alexander Lang"Ich glaube nicht, dass wir irgendwann irgendwo anders hinziehen. Wo soll es besser sein?"Peter Lang

Alexander Lang (links) und Peter Lang bei den Proben für die Passionsspiele. Foto: Heiko Lehmann.

Auf einen BlickKarten und weitere Informationen zu den Auersmacher Passionsspielen 2010 gibt es von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr bei der "jungen bühne" unter Telefon (0 68 05) 91 25 44. Die Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 16 Euro, Kinder acht Euro. Gruppen ab 25 Personen erhalten eine zehnprozentige Ermäßigung.Aufführungstermine in der Passionsspiel-Saison 2010:Februar: Samstag, 27. Februar, 19 Uhr, Sonntag, 28. Februar, 11 und 15 Uhr. März: Samstag, 6. März, 15 und 19 Uhr, Sonntag, 7. März, 11 und 15 Uhr, Samstag, 13. März, 15 und 19 Uhr, Sonntag, 14. März, 11 und 15 Uhr, Samstag, 20. März, 15 und 19 Uhr, Sonntag, 21. März, 11 und 15 Uhr, Samstag, 27. März, 15 und 19 Uhr, Sonntag, 28. März, 11 und 15 Uhr. April: Donnerstag, 1. April, 19 Uhr. Freitag, 2. April: 11, 15 und 19 Uhr. leh

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