Die Homburger Wanne ist leer - Heute beginnt die Fastnacht

Die Homburger Wanne ist leer - Heute beginnt die Fastnacht

Homburg. Am heutigen 11.11. ist es wieder soweit, die Fastnachtssaison beginnt. Auch für die Homburger Narrenzunft gibt es Arbeit: Auftritte müssen geplant, Büttenreden aktualisiert und Kostüme aus dem Schrank geholt werden. Die Homburger Narrenzunft wird die Sessionseröffnung heute feiern. Die Veranstaltung findet in der Aula des Mannlich-Gymnasiums statt und beginnt um 19.11 Uhr

Homburg. Am heutigen 11.11. ist es wieder soweit, die Fastnachtssaison beginnt. Auch für die Homburger Narrenzunft gibt es Arbeit: Auftritte müssen geplant, Büttenreden aktualisiert und Kostüme aus dem Schrank geholt werden. Die Homburger Narrenzunft wird die Sessionseröffnung heute feiern. Die Veranstaltung findet in der Aula des Mannlich-Gymnasiums statt und beginnt um 19.11 Uhr. Die Freunde der Kerbricher Fasenacht beginnen ebenfalls heute um 19.11 Uhr in der Lambsbachhalle. Am morgigen Samstag feiert Oberbexbach im Gasthaus Breit-Herrlinger um 20.11 Uhr. Wir sprachen mit dem Vorsitzenden der Narrenzunft, Rüdiger Schneidewind.Wie lautet das Motto der diesjährigen Session?

Schneidewind: Wir nehmen Bezug auf ein kommunalpolitisches Thema: "Die Wanne ist leer, Homburg hat kein Freibad mehr".

Das Thema ist von der winterlichen Fastnachtszeit aber weit entfernt, derzeit stört es niemanden, dass das Freibad zu ist.

Schneidewind: Das stimmt, aber wir haben bewusst ein Thema ausgewählt, das die Homburger in diesem Jahr über Wochen beschäftigt hat. Aber abgesehen vom Freibad ist auch anderswo die Wanne leer. Das gilt für die Finanzlage ganz allgemein. Da lässt sich noch einiges aus dem Thema herausholen.

Wissen Sie schon, was alles aufs Korn genommen wird?

Schneidewind: Nein, noch nicht so richtig. Zur heutigen Eröffnung werden ja hauptsächlich Sketche, Musik und gute Laune 'rübergebracht. Die großen Büttenreden erfolgen erst in den tollen Tagen ab Mitte Januar. An den Reden wird noch gefeilt. Vor allem müssen die kommunalpolitischen Pointen möglichst frisch sein, die werden erst während der Fastnachtstage eingebaut.

Ärgern Sie sich nicht manchmal, wenn Dinge aus dem Rathaus aufs Korn genommen werden, an denen Sie beteiligt waren?

Schneidewind: Nein, überhaupt nicht. Wenn ich als Fastnachter mit beleidigtem Gesicht in der Sitzung hocken würde, dann sollte ich wohl besser aus der Narrenzunft austreten. Ohne Humor läuft da gar nichts. Nein, ich habe nichts dagegen, wenn die Homburger Kommunalpolitik auf die Schipp' genommen wird.

Aber mal ehrlich, haben Sie sich nicht doch mal geärgert?

Schneidewind: Ja, das auch. Aber da ging es um persönliche Dinge. Das war eine Büttenrede, die ich als zu hart empfand. Oft hört sich eine Rede anfangs harmlos an, es wird geklatscht, aber bei näherer Betrachtung waren die Bemerkungen zu hart, um noch witzig zu sein. Die Fastnacht soll Dinge aufspießen, aber der Humor muss gewahrt bleiben. maa

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