Die ganz große Nerverei

Die ganz große Nerverei

Dudweiler. Eine ganz große Nerverei nennen es viele Autofahrer, die im Norden von Dudweiler in den Stau fahren und deshalb ihre Geduld aufs äußerste strapaziert sehen. Denn dort, wo Fischbachstraße und Camphauser Straße sich treffen, ist es zu Verkehrsspitzenzeiten alles andere als entspannt

Dudweiler. Eine ganz große Nerverei nennen es viele Autofahrer, die im Norden von Dudweiler in den Stau fahren und deshalb ihre Geduld aufs äußerste strapaziert sehen. Denn dort, wo Fischbachstraße und Camphauser Straße sich treffen, ist es zu Verkehrsspitzenzeiten alles andere als entspannt. Ewig lang, so lauten die Klagen von Leuten, die hier den "real"-Markt anfahren, nach Fischbach wollen oder die Autobahn A 623 ansteuern, stehe man in jeder Richtung an der Ampel. Verschärfend kommt hinzu, dass noch bis etwa Mitte dieses Jahres der Neuhauser Weg wegen Tiefbauarbeiten gesperrt sein wird, so dass sich noch mehr Verkehr als sonst über den ungeliebten Knotenpunkt quält. Da stellt sich die alles entscheidende Frage: Warum wird an diesem Punkt kein Verkehrskreisel gebaut? An vielen Stellen in unserer Region gibt es solche Ringsysteme, die die Wartezeiten erheblich reduzieren. Die Bezirksverwaltung Dudweiler, so Bürgermeister Walter Rodermann, sei in einen möglichen Entscheidungsprozess nicht eingebunden, der Bau eines Kreisels sei Sache des Landes. Anruf also beim Verkehrsministerium. Dessen Sprecher Holger Zeck erklärt, dass bauliche Veränderungen an besagter Stelle nicht geplant seien. Gleichwohl sei im Norden von Dudweiler eine "Optimierung der Ampelschaltung" in der Mache. So genannte "intelligente Signalanlagen" würden installiert. Diese reagierten per Induktionsschleifen auf die sich stets verändernde Verkehrsmenge. Will heißen: Die Ampel bleibt in der Richtung länger grün, wo gerade die meisten Autos sind. Dass solche Signalanlagen kommen werden, das bestätigte jetzt auch der Pressesprecher der Landeshauptstadt Saarbrücken. Im Übrigen, so Thomas Blug, habe vor rund sechs Jahren ein Planungsbüro im Auftrag der Stadt eine Kostenschätzung hinsichtlich eines Verkehrskreisels in Dudweiler vorgenommen. Die Experten seien auf 600 000 Euro gekommen. Ob an der Kreuzung von Fischbach- und Camphauser Straße überhaupt genug Platz ist, um einen Verkehrskreisel zu errichten, darüber gibt es offenbar keine Untersuchungen. Detail-Planungen, sagt das Verkehrsministerium, liegen nicht vor.

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