Die ewig junge Großfamilie

Die ewig junge Großfamilie

Urexweiler. Während viele Vereine in der Region über Nachwuchssorgen klagen, hat ein Verein keinerlei Schwierigkeiten, Kinder und junge Menschen für eine Mitgliedschaft zu begeistern: die Urexweiler Ortsgruppe der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)

Urexweiler. Während viele Vereine in der Region über Nachwuchssorgen klagen, hat ein Verein keinerlei Schwierigkeiten, Kinder und junge Menschen für eine Mitgliedschaft zu begeistern: die Urexweiler Ortsgruppe der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). "Von unseren etwa 150 Mitgliedern sind etwa 80 Prozent unter 18, davon wiederum 80 Prozent unter zwölf Jahre alt", erklärt Peter Dörr, Vorsitzender der Ortsgruppe. "Viele Kinder erhalten ihre Schwimmgrundausbildung durch die DLRG und bleiben, weil es ihnen gefällt", so Dörr weiter. Somit komme ständig frisches Blut in den Verein.Um die jungen Menschen zu halten, biete die Ortsgruppe ab und an mal Spieleabende oder Wanderungen an.

Die DLRG-Ortsgruppe konzentriert sich jedoch überwiegend auf die Schwimm- und Rettungsausbildung. Sie nimmt an vielen Wettkämpfen auf Orts-, Bezirks- und Landesebene teil. "Die Wettkämpfe sind so konzipiert, dass die verschiedenen Disziplinen an Rettungsversuchen angelehnt sind", erläutert Dörr. Dadurch solle über die sportliche Schiene das richtige Verhalten im Notfall einstudiert werden. Dazu gehöre das Bergen von Menschen und Erste Hilfe.

Auch übernehmen die Urexweiler mindestens ein Mal im Jahr die Wachen am Bostalsee und am Losheimer Stausee. Hierfür ist eine spezielle Ausbildung notwendig. Die Lehrgänge werden über den Landesverband angeboten.

Gegründet hat sich die Gruppe bereits 1975, doch erst seit 2009 ist sie ein eingetragener Verein mit der offiziellen Bezeichnung DLRG Landesverband Saar Bezirk St.Wendel Ortsgruppe Urexweiler e.V. Bis 2009 gehörten die Urexweiler einfach dem Landesverband an, ohne ein eingetragener Verein zu sein.

Urexweiler eigne sich laut Dörr wegen des dortigen Hallenbades mit dem hydraulischen Hubboden besonders für die DLRG-Ausbildung. Daher war die Zeit, als das Bad im vergangenen Jahr für mehrere Monate geschlossen war, für den Verein problematisch. Dörr: "Wir können im Trockenen schlecht was für die Kinder anbieten. Viele Mitglieder wechselten während der Schließung kurzzeitig zu anderen Ortsgruppen, um im Training zu bleiben." Und nachdem die Halle wieder geöffnet wurde, habe der Verein etwas Zeit gebraucht, bis der normale Trainingsbetrieb wiederhergestellt werden konnte. Mittlerweile kommen, wie vor der unfreiwilligen Pause, bis zu 60 Kinder zum Training, welches jeden Freitag von 18.30 bis 22 Uhr angeboten wird.

Peter Dörr appelliert daran, das Schwimmbad in Urexweiler, trotz der finanziellen Belastung für die Gemeinde, auf jeden Fall zu erhalten: "Wenn man sich die Statistiken betrachtet, dann sieht man, dass die meisten Menschen, die ertrinken, Kinder oder ältere Personen über 50 Jahre alt sind. Das ist kein Zufall, sondern rühre daher, dass diese Personengruppen nie richtig schwimmen gelernt haben." Hier leiste die DLRG wichtige Arbeit. Zum einen durch die Schwimmausbildung, zum anderen aber auch durch ihre Rettungstätigkeit. Und natürlich auch durch die gute Vernetzung der einzelnen Gruppen und Verbände, die eine Zusammenarbeit wesentlich erleichtere. Dörr: "Wir in der DLRG sind eine große Familie." "Viele Kinder erhalten ihre Grundausbildung durch die DLRG und bleiben, weil es ihnen gefällt"."

Urexweiler DLRG-Chef

Peter Dörr