Dicker Brocken in eigener Halle

Dicker Brocken in eigener Halle

Homburg. Die Oberliga-Handballer des TV Homburg stehen vor der ersten wichtigen Bewährungsprobe in diesem Jahr in der eigenen Halle. An diesem Samstagabend kommt der Dritte HSG Eckbachtal in die Robert-Bosch-Halle. Anpfiff ist um 19.30 Uhr. Die Homburger gehen mit vorsichtigem Optimismus und gut vorbereitet in diese Begegnung

Homburg. Die Oberliga-Handballer des TV Homburg stehen vor der ersten wichtigen Bewährungsprobe in diesem Jahr in der eigenen Halle. An diesem Samstagabend kommt der Dritte HSG Eckbachtal in die Robert-Bosch-Halle. Anpfiff ist um 19.30 Uhr. Die Homburger gehen mit vorsichtigem Optimismus und gut vorbereitet in diese Begegnung. Und hoffen, auf die Leistung bei der unglücklichen 28:29-Niederlage am vergangenen Wochenende bei der HSG Biewer/Pfalzel noch ein Schippe drauflegen zu können. "Wir haben sehr gut trainiert, die Moral ist gut", sagt Trainer Jörg Ecker. Er gibt aber auch zu, dass sie sehr schnell wieder im Keller sein kann, wenn nicht "bald ein echtes Erfolgserlebnis kommt". Soll heißen: "Gegen Eckbachtal müssen dringendst zwei Punkte her." Ecker ist aber kein Phantast. Denn er weiß auch, "dass die Eckbachtaler nicht umsonst noch im Titelrennen sind. Wenn wir gegen die gewinnen wollen, muss einfach alles passen". Video-Analysen vom Hinspiel in Eckbachtal haben ihm außerdem eine schwarze halbe Stunde der TVH-Geschichte in Erinnerung gerufen. Da hatten die Homburger in der ersten Halbzeit mal 11:6 geführt, gingen mit 12:12 in die Pause und fuhren anschließend mit einer 24:36-Packung nach Hause. "In der zweiten Halbzeit sind wir komplett eingebrochen", schaut Ecker mit Grausen zurück. Die Video-Analysen haben dem TVH-Trainer aber auch gezeigt, wie das Eckbachtaler Spiel aus dem Rhythmus gebracht werden kann. Ecker: "Wir müssen die rechte Seite lahmlegen, von dort aus werfen die 80 Prozent ihrer Tore." Weil auf diesen Positionen auch die besten Spieler zu Gange sind. Peter Baumann, früher mal beim ATSV Saarbrücken, Sven Birkmeier und Kai Best, aktuell der beste Schütze der gesamten Oberliga, können fast im Alleingang ein Spiel entscheiden. "Wenn es uns gelingt, dieses Trio auszuschalten, ist das schon die halbe Miete für uns", ist Ecker sicher. Das könne jedoch nur dann klappen, wenn man sich durch "undiszipliniertes Verhalten" nicht unnötig selbst dezimiert - wie zuletzt in Biewer/Pfalzel. Einer der drei "Rotsünder" dort war Christian Boscolo, der wegen einer Meinungsverschiedenheit mit den Schiedsrichtern vom Platz geflogen war. "Das war blöd von mir", gibt der Homburger Torjäger auch zu. Liefert aber auch die Begründung für den Kurzschluss an der Mosel: "Nach der langen Verletzungspause war ich wohl etwas übermotiviert und wollte meine Sache besonders gut machen." Doch das Thema ist abgehakt. "Bossi" war bis auf ein Spiel die gesamte Vorrunde wegen einer Handverletzung außer Gefecht. Auch jetzt fühlt sich der 25-jährige Maschinenbau-Student zwar immer noch nicht hundertprozentig fit. Zeigt sich jedoch als Team-Player: "Wenn ich der Mannschaft helfen kann, hänge ich mich gern mit rein." Das tut auch Mannschafts-Kapitän Steffen Ecker. Den quält schon länger eine hartnäckige Rückenverletzung. "Ich hoffe, dass ich gegen Eckbachtal spielen kann, beim Training am Donnerstag musste ich passen", war der Homburger Regisseur am Freitag noch eher skeptisch. Zuversichtlich ist Ecker jedoch, "dass wir den Abstieg noch verhindern können, weil wir wieder enger zusammengerückt sind. Aber Handballspielen macht einfach mehr Spaß, wenn man auch gewinnt. Es wird jetzt mal Zeit für eine Sieges-Serie."

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