Erst im nächsten Wintersemester Das Deutschlandticket zum Studi-Preis verzögert sich im Saarland

Berlin · Mit einem Ticket den ganzen ÖPNV im Deutschland nutzen. Bald bekommen Studierende das Deutschlandticket zum vergünstigten Preis. Warum es im Saarland aber noch länger dauern wird.

Deutschlandticket für Studierende im Saarland dauert noch bis Wintersemester 2024
Foto: dpa/Boris Roessler

Die Einigung auf ein Deutschlandticket für Studenten für zunächst 29,40 Euro im Monat stößt auf viel Zustimmung. „Wir begrüßen diesen Beschluss von Bund und Ländern, denn damit schließen wir im Gesamtangebot des Deutschlandtickets eine wichtige Lücke“, sagte laut einer Mitteilung der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann.

Das Deutschlandticket für Studierende

Die saarländische Mobilitätsministerin Petra Berg und Finanzminister Jakob von Weizsäcker (beide SPD) nannten die Einigung in einer gemeinsamen Mitteilung einen „Quantensprung für die nachhaltige und kostengünstige Mobilität von Studierenden“.

Auch das Deutsche Studierendenwerk begrüßte die Einigung, betonte aber auch, dass knapp 30 Euro monatlich für das Ticket die „preisliche Oberkante“ sei. Der Deutsche Städtetag lobte die Einigung ebenfalls, betonte aber auch, dass der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs nicht vergessen werden dürfe.

Warum es im Saarland noch länger braucht

Bund und Länder hatten sich am Montagabend auf das günstigere Ticket für Studenten geeinigt. Drei Millionen Studierende könnten nun ein Semesterticket für 29,40 Euro im Monat auf Basis des Deutschlandtickets kaufen, sagte der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) als Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz der Länder. Das bundesweit einheitliche Semesterticket könne zum Sommersemester 2024 starten, sofern die Allgemeinen Studierendenausschüsse mit den Verkehrsunternehmen jetzt zügig die notwendigen Verträge schlössen.

Im Saarland wird sich der Start des vergünstigten Tickets allerdings bis zum Wintersemester 2024/25 verzögern, da die ASten und Studierendenparlamente die formelle Übernahme nicht fristgerecht ermöglichen können, wie der AStA-Präsident der Saar-Uni, Danny Meyer, der SZ mitteilte.

Regulär kostet das zum 1. Mai eingeführte Deutschlandticket 49 Euro im Monat. Es berechtigt zur freien Nutzung des Nah- und Regionalverkehrs in ganz Deutschland. Zuletzt gab es viele Diskussionen um die langfristige Finanzierung des Fahrscheins und die Kostenaufteilung zwischen Bund und Ländern. Der Preis des Tickets könnte sich im kommenden Jahr erhöhen – und damit dann auch der Preis für die Studenten. Am Montagabend vereinbart wurde, dass das Deutschlandticket für Studierende stets um 40 Prozent rabattiert wird.

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