49-Euro-Ticket im Saarland Deutschland-Ticket trotz Schufa-Ärger – SaarVV plant Lösung für Finanz-Geplagte

Service · Negative Schufa-Einträge können beim Erwerb eines Deutschlandtickets zur unüberwindlichen Hürde werden. Der Saarländische Verkehrsverbund arbeitet jetzt an einer Lösung des Problems.

SaarVV plant Lösung für Deutschlandticket: Neue Software ermöglicht monatliche Zahlungen trotz negativer Schufa-Einträge. (Symbolbild)

SaarVV plant Lösung für Deutschlandticket: Neue Software ermöglicht monatliche Zahlungen trotz negativer Schufa-Einträge. (Symbolbild)

Foto: dpa-tmn/Sebastian Gollnow

Das 49-Euro-Deutschlandticket, Nachfolger des beliebten 9-Euro-Tickets, erfreut sich derzeit großer Beliebtheit, besonders bei einkommensschwachen Reisenden. Doch für Personen mit finanziellen Schwierigkeiten ist der Zugang der günstigen Mobilität problematisch. Viele Anbieter führen einen Schufa-Bonitätscheck durch, um Zahlungsausfällen vorzubeugen. Negative Schufa-Einträge führen oftmals dazu, dass das Ticket nicht erworben werden kann – so auch im Saarland.

SaarVV plant Lösung für Deutschlandticket trotz negativer Schufa-Einträge

Wie der Saarländische Rundfunk (SR) berichtete, wird aktuell seitens des Saarländischen Verkehrsverbund (SaarVV) jeder zehnte Antrag auf ein Ticket-Abo wegen negativer Bonität abgelehnt. Beim Bonitätscheck wird der Schufa-Score überprüft. Dieser zeigt an, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Person ihre Schulden begleicht.

Bei ungünstiger Bonität müssen die Kunden den gesamten Jahresbetrag auf einmal begleichen, was 588 Euro auf einen Schlag bedeutet. Damit Personen mit negativen Schufa-Einträgen im Saarland nicht grundsätzlich benachteiligt werden, soll sich diese Situation in naher Zukunft ändern.

Der SaarVV und das Verkehrsministerium haben dem SR bestätigt, dass ab Anfang des kommenden Jahres eine neue Software für das Handyticket eingeführt werden soll. Man arbeitet an innovativen Zahlungsoptionen, um auch Personen mit negativem Schufa-Eintrag die Möglichkeit zu geben, monatliche Vorauszahlungen zu leisten. Die Bonitätsprüfungen sollen jedoch weiterhin durchgeführt werden. Es bleibt jedoch unklar, wann die neuen Zahlungsoptionen endgültig verfügbar sein werden.

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