1. Saarland

Deutsche golfen auf amerikanischer 9-Loch-AnlageDeutsche golfen auf amerikanischer Neun-Loch-Anlage

Deutsche golfen auf amerikanischer 9-Loch-AnlageDeutsche golfen auf amerikanischer Neun-Loch-Anlage

Baumholder. Etliche Höhen und Tiefen hat der Rolling Hill Golfclub Baumholder in seiner jungen 25-jährigen Vereinsgeschichte schon gemeistert. Der landschaftlich schön gelegene amerikanische Neun- Lochplatz auf der Faulenberghöhe war auch Namensgeber für den Club. Dort ist er seit der Gründung 1986 zu Gast

Baumholder. Etliche Höhen und Tiefen hat der Rolling Hill Golfclub Baumholder in seiner jungen 25-jährigen Vereinsgeschichte schon gemeistert. Der landschaftlich schön gelegene amerikanische Neun- Lochplatz auf der Faulenberghöhe war auch Namensgeber für den Club. Dort ist er seit der Gründung 1986 zu Gast.Die rollenden Hügel (Rolling Hills) sorgen mit ihren Höhenunterschieden für sportliche Herausforderungen und für eine bewegte Clubgeschichte. Erste Hürde war die Abspaltung des Golf-Clubs "Faulenberg" 1995, der dasselbe Spielgelände nutzte. Zwei Jahre später gipfelten die Streitigkeiten zwischen dem US-Golfplatz-Management und dem damaligen Vorstand von "Rolling Hills" in einer Platzsperre. In dieser Krise übernahm Bürgermeister Volkmar Pees den Vorsitz.

Die neue Führung mit Vize-Präsident Steffen Kohl, Schatzmeister Hans-Jürgen Bodtländer, Schriftführer Wolfgang Alles, der Freisener Bürgermeister, und Sportwart Volker Geiß steht für Harmonie im Miteinander. Heute ist das Verhältnis zu den Amerikanern entspannt, sagt Pees. Die Pflege der Freundschaft ist neben den sportlichen und geselligen Aspekten des Clubs einer der Schwerpunkte.

"Außerdem macht es das besondere Flair hier oben aus, wenn Deutsche und Amerikaner gemeinsam spielen." So wundert es nicht, dass das Jubiläumsfest überschrieben ist mit "25 Jahre deutsch-amerikanische Golffreundschaft".

Die Lage war unter anderem auch mitverantwortlich für einen nicht unerheblichen Mitgliederschwund. Zählte der Club in seinen Glanzzeiten rund 340 Mitglieder, sind es heute knapp 200, sagt Pees. Denn nach den Terroranschlägen am 11. September wurden auch für die Golfer die Sicherheitsbestimmungen verschärft. Sie mussten sich etlichen Kontrollen unterziehen, es war schwierig, einfach so Gäste mitzubringen. Vielen scheuten den Papierkrieg für die Beantragung einer Zufahrtsgenehmigung und meldeten sich lieber in anderen Clubs an, zumal Anfang des neuen Jahrtausends in St. Wendel eine neue Anlage gebaut wurde. Durch den Bau der neuen Zufahrtsstraße 2006 hat sich die Situation entspannt, heute kann man bis zur Driving Range, dem Übungsplatz, ohne Kontrollen durchfahren. Der Platz, der durch den Golfverband abgenommen ist, kann anders als viele deutsche Plätze, ohne Anmeldung genutzt werden. Zwar hat es bei der Platzpflege in der jüngsten Vergangenheit Probleme gegeben, doch das Problem ist laut Pees erkannt und im Griff. "Die Amerikaner haben auf kritische Stimmen sofort reagiert und hier nachgebessert." Bewirtschaftet wird die Anlage von den Amerikanern, die deutschen Golfer sind dort Pächter. Lag in der Anfangzeit der Mitgliedsbeitrag vergleichsweise recht niedrig, hat sich das heute geändert. "Durch die wachsende Zahl der Golfplätze sind die Beiträge generell runtergegangen, wir sind mit einem Jahresbeitrag von 880 Euro nicht mehr konkurrenzlos günstig", sagt Pees. Um die Mitgliederzahl in dem schwerpunktmäßig von Senioren und Jungsenioren dominierten Club zu stabilisieren, wurde gezielt die Altersgruppe der 30- bis 35-Jährigen angesprochen. "Mit Erfolg", so Pees. Für diese Altergruppe sollen in naher Zukunft auch spezielle Feierabend-Trainingseinheiten angeboten werden, so dass sportlich ambitionierte Golfer ihr Handicap verbessern können.

Auch wird der Club zunehmend attraktiver für Jugendliche, bei denen besonders die Trainingseinheiten mit Golfprofi Hugo Böttcher an den Samstagen gut ankommen. Pees ist hoffnungsfroh, dass sowohl bei den Damen als auch bei den Herren bald wieder eine Mannschaft gestellt werden kann. gav