1. Saarland

Deutsch-französische Ausbildungspartnerschaft begann mit Post-Panne

Deutsch-französische Ausbildungspartnerschaft begann mit Post-Panne

Saarbrücken. Kaum zu glauben, dass mal alles mit einem fehlgeleiteten Schreiben begann. "Auf einmal lag ein Brief an die Jugendverkehrsschule bei uns, und niemand wusste, wie es dazu kam", berichtete Jürgen Frisch, Ausbilder beim Kaufmännischen Berufsbildungszentrum (KBBZ) Halberg

Saarbrücken. Kaum zu glauben, dass mal alles mit einem fehlgeleiteten Schreiben begann. "Auf einmal lag ein Brief an die Jugendverkehrsschule bei uns, und niemand wusste, wie es dazu kam", berichtete Jürgen Frisch, Ausbilder beim Kaufmännischen Berufsbildungszentrum (KBBZ) Halberg. Doch mit diesem Brief entstand vor 20 Jahren der Kontakt zwischen dem Lycée Françoise de Grace in Le Havre und dem KBBZ. Daraus entwickelte sich eine erfolgreiche deutsch-französische Ausbildungspartnerschaft. Dank dieser Partnerschaft waren mittlerweile mehr als 250 Saarländer für je drei Wochen in der französischen Hafenstadt. Und ebenso viele junge Franzosen haben die Saar-Metropole besucht. Gestern feierten Schule und Vertreter aus Politik und Wirtschaft den 20. Jahrestag dieser Verbindung."Heute mag uns ein solcher Austausch selbstverständlich sein", sagte Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. "Allerdings ist es noch nicht allzu lange her, dass zwischen diesen beiden Nationen eine tiefe Feindschaft herrschte", sagt sie. Das Austauschprogramm - eine Gruppe aus Le Havre war beim Festakt anwesend - biete den Teilnehmern eine große berufliche Chance. Der französische Generalkonsul Philippe Cerf dankte vor allem dem Deutsch-Französischen Sekretariat, das immer wieder die Austauschreisen ermöglicht. Ingo Herrmanns vom Deutsch-Französischen Sekretariat blickte in die Historie der Partnerschaft. "Es war ein Glück, dass zwei große Politiker einen solchen Austausch befürworteten: Auf französischer Seite Valerie Giscard d'Estaing, auf deutscher Seite Helmut Schmidt." Unter den Festgästen waren auch Ausbilder und Lehrer der ersten Stunde wie die Französin Catherine Fleuret und Jürgen Frisch vom KBBZ Halberg. Frisch berichtete, dass der Austausch in den Anfangsjahren den Spediteuren vorbehalten war. Inzwischen ist das Berufsspektrum um einiges größer geworden. Inzwischen macht auch das künftige Fachpersonal für Arztpraxen oder das Hotelfach mit. "Es war ein Glück, dass zwei große Politiker den Austausch befürworteten."Ingo Herrmanns, Deutsch-Französi-sches Sekretariat