Der Winter probt den Ernstfall

Langsam und schleichend auf weißen Pfoten hat sich der Winter von den Hochlagen bis hinunter ins Flachland gepirscht und gestern Früh mit dem ersten Schnee überrascht. Auf der Rückseite von Tief Gundula über Osteuropa setzt sich nun arktische Polarluft aus dem hohen Norden bei uns durch

Langsam und schleichend auf weißen Pfoten hat sich der Winter von den Hochlagen bis hinunter ins Flachland gepirscht und gestern Früh mit dem ersten Schnee überrascht. Auf der Rückseite von Tief Gundula über Osteuropa setzt sich nun arktische Polarluft aus dem hohen Norden bei uns durch. Das seit der Nacht von Frankreich hereingezogene, kleinräumige Tief Irmi bringt weiteren Nachschub der weißen Pracht. Im Tagesverlauf lässt heute der leichte Schneefall nach, es bleibt meist bewölkt, Dauerfrost stellt sich mit Höchstwerten knapp unter dem Gefrierpunkt im Köllertal ein. Da der Kälteeinbruch langsam vonstatten ging, dürfte dies eine nachhaltige Einwinterung bedeuten, eine wohl längere Kältewelle steht bevor. Das letzte November- und damit auch erste Adventswochenende präsentiert sich beinahe hochwinterlich kalt bei einer Mischung aus hochnebelartiger Bewölkung und freundlichen Abschnitten, wobei wir nach den trüben Tagen endlich wieder die Sonne zu Gesicht bekommen werden. Es bleibt dabei meist trocken bei Dauerfrost am Tage zwischen minus vier und ein Grad, während das Thermometer bei Aufklaren in den Nächten rasch in den Eiskeller rutscht. Es droht mäßiger bis strenger Nachtfrost von minus sieben bis minus elf Grad. Damit ist die Winterstimmung pünktlich zum ersten Adventssonntag perfekt. Über dem westlichen Mittelmeerraum braut sich dann ein kräftiges Tief namens Jenna zusammen, das kräftige Schneefälle verursachen könnte. Eine Grenzwetterlage mit viel Schnee, stürmischen Wind, Eisregen oder Tauwetter wäre möglich. Wir müssen am Montag und Dienstag bei Temperaturen um null Grad mit Schneefall rechnen. Somit könnte zum Monatswechsel der Winter mit einem Paukenschlag beginnen. Nach Abzug des Schneetiefs soll sich ein Hoch aufbauen. Teils trüb, teils heiter mit Schneeschauern könnte es bis Nikolaus weitergehen. Mit frostigen Tageswerten unter null Grad und klirrender Kälte in den Nächten von minus fünf bis minus zehn Grad scheint der Winter den Ernstfall zu proben.

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