1. Saarland

Der Winter lässt auf sich warten

Der Winter lässt auf sich warten

Mit 22 Regentagen bei einer Monatsniederschlagsmenge von 146,9 Liter pro Quadratmeter und nur 18 Stunden Sonnenscheinzeit ist der November zu nass und trübe ausgefallen.Dabei begann der erste Novembertag sehr mild bei Tagestemperaturen von rund 15 Grad Celsius. In den Folgetagen sorgte ein Tiefdruckgebiet über den Britischen Inseln mit seinen Ausläufern für tristes Wetter bei reichlich Regen

Mit 22 Regentagen bei einer Monatsniederschlagsmenge von 146,9 Liter pro Quadratmeter und nur 18 Stunden Sonnenscheinzeit ist der November zu nass und trübe ausgefallen.

Dabei begann der erste Novembertag sehr mild bei Tagestemperaturen von rund 15 Grad Celsius. In den Folgetagen sorgte ein Tiefdruckgebiet über den Britischen Inseln mit seinen Ausläufern für tristes Wetter bei reichlich Regen. Die Tagestemperaturen erreichten nur knapp die Zehn-Grad-Marke. Ab dem 13. November war ein riesiges Tiefdruckgebiet über dem Nordatlantik für die weitere Zufuhr von sehr milden und feuchten Luftmassen verantwortlich. Diese sorgten für ergiebigen Regenfall bei stürmischen Westwinden und die Tagestemperaturen bewegten sich knapp über der Zehn-Grad-Marke.

Erst zum 18. November beruhigte sich diese Wetterlage wieder. Unter Hochdruckeinfluss bildete sich bei leicht südlichen, mediterranen Winden eine Inversionswetterlage mit feucht-kalter Luft in den Tälern und warm-trockener Luft in höheren Lagen. Diese Konstellation führte zu frühlingshaftem Wetter: Die Monatshöchsttemperatur von 17,9 Grad Celsius wurde am 20. November erfasst.

Als Folge eines Sturmtiefs kam es dann zu Dauerregen über mehrere Stunden. Nach kurzer Wetterberuhigung und vereinzelten Auflockerungen und Sonnenschein erreichte uns zum Monatsende hin von Norden kältere Luft. Ein Tiefdruckgebiet lenkte polare Luftmassen verstärkt bis in unsere Region.

Durch die noch vorhandenen feuchten Luftmassen kam es wiederholt zu kräftigem Niederschlag. Die Tagestemperaturen bewegten sich deutlich unter der Zehn-Grad-Celsius-Marke, die Bodentemperatur bei 6,0 bis 7,1 Grad Celsius, außer etwas Raureif gab es daher noch keinen richtigen Bodenfrost.

Am 19. November wurde bei geringer Bewölkung früh am Morgen Uhr mit 1,1 Grad Celsius die tiefste Temperatur des Monats erfasst. Im Dezember gelangt wieder mildere atlantische Luft in unsere Region, eine nicht gerade winterfreundliche Entwicklung. Ob es zum kalendarischen Winteranfang am 21. Dezember wieder kälter wird, ist noch nicht abzuschätzen. Die Chancen für eine weiße Weihnacht stehen allerdings nicht schlecht. Vorbereitet durch die wochenlang anhaltende West-Südwest-Wetterlage könnte sich das Wetter ab der dritten Monatswoche derart umstellen, dass es in Folge schneit.