1. Saarland

Der Wille allein reicht nicht

Der Wille allein reicht nicht

Marpingen. Mit 22:30 (12:15) haben die Damen des Handball-Regionalligisten DJK Marpingen ihr letztes Heimspiel des Jahres verloren. Dabei lieferten die Moskitos gegen den direkten Konkurrenten HSG Mörfelden-Walldorf eine mangelhafte Leistung im Kampf um den Klassenverbleib ab

Marpingen. Mit 22:30 (12:15) haben die Damen des Handball-Regionalligisten DJK Marpingen ihr letztes Heimspiel des Jahres verloren. Dabei lieferten die Moskitos gegen den direkten Konkurrenten HSG Mörfelden-Walldorf eine mangelhafte Leistung im Kampf um den Klassenverbleib ab. "Der Wille war da, aber es haben immer ein paar Zentimeter gefehlt", sagte Krzysztof Wroblewski, der sichtlich enttäuschte DJK-Trainer, nach der deutlichen Klatsche in eigener Halle.Mit 7:15 Punkten ist Marpingen weiter Drittletzter. Ein paar Zentimeter hatten gefehlt beim Tempogegenstoß, ein paar beim Zuspiel am Kreis, ein paar beim Torabschluss und ein paar in der Deckungsarbeit. Mit oben erwähntem Endergebnis.Nur einmal waren die Moskitos in Führung gegangen - beim 1:0 durch Victoria Baski nach 40 Sekunden. Doch verlieh die frühe Führung den Moskitos keine zusätzlichen Flügel, sondern schien die vorhandenen eher zu verkleben. Die in blau spielenden Gäste fanden dank pomadig agierender DJK-Damen nach und nach besser ins Spiel, glichen nach rund dreieinhalb Minuten aus, gingen in Führung und gaben diese bis zum Ende nicht mehr ab. Besonders stark war die von Trainer Thomas Zeitz hervorragend eingestellte HSG, wenn Rebecca Merx auf dem Parkett stand. Die mit sechs Treffern erfolgreiche Rückraumspielerin, die stark in der Abwehr und ideenreich im Angriff agierte, bekamen die Moskitos zu keiner Zeit in den Griff. Doch resultierte die Niederlage letztlich aus eigenen Fehlern, was Wroblewski nachdenklich machte: "Vielleicht ist der Druck doch zu groß für die Frauen."Und auch der kleine Kader macht nach wie vor Kummer. Denn die "kleine" Bank hat zur Folge, dass einige Spielerinnen fast 60 Minuten durchspielen müssen. "Und mit zusätzlicher Spieldauer nimmt dann einfach die Konzentration ab", weiß Wroblewski. "Die Chancenverwertung ist momentan unser größtes Problem", sagt Rückraumspielerin Lisa Meier. "Im Training hauen wir die Dinger am Stück rein, aber im Spiel geht dann irgendwie gar nichts." Doch Aufgeben gibt es zumindest für Meier nicht: "Dann werden wir halt das nächste Spiel gegen Mainz gewinnen", sagt sie trotzig.Die Moskitos-Tore: Victoria Baski (8), Christine Detzler (6), Elke Zägel (4/3), Katharina Leib (2), Yvonne Detzler (1), Lisa Meier (1).