1. Saarland

Der Wald wird bürokratisiert

Der Wald wird bürokratisiert

Der Wald wird bürokratisiertZu "Nur Bretterhaufen bleiben übrig", SZ vom 3:/4. November: Die gleichen Emotionen wie unser erster Beigeordneter Hans-Peter Schmitt empfinden auch wir, die Erzieher/Innen und die 103 Kinder aus der protestantischen Kindertagesstätte "Der Walfisch" in Kirkel-Neuhäusel

Der Wald wird bürokratisiert

Zu "Nur Bretterhaufen bleiben übrig", SZ vom 3:/4. November:

Die gleichen Emotionen wie unser erster Beigeordneter Hans-Peter Schmitt empfinden auch wir, die Erzieher/Innen und die 103 Kinder aus der protestantischen Kindertagesstätte "Der Walfisch" in Kirkel-Neuhäusel. Schwerpunkt in unserer Kita ist die Wald- und Erlebnispädagogik im nahen Kirkeler Wald. Wöchentliche Waldtage sind fest integriert, in denen wir den Kindern Erlebnisse und Umgang in der nahen Natur näher bringen wollen. Das Waldklassenzimmer mit den Waldhütten war oft Ziel unserer Wanderungen und bot uns den nötigen Schutzraum. Beim Bau haben Kinder der Kita mit ihren Erzieherinnen mitgearbeitet. Den Abriss haben wir mit Schrecken und Unverständnis vernommen. Wäre da nicht eine nötige Instandsetzung möglich gewesen? Uns scheint, dem wurde überhaupt keine Chance geboten.

Vielmehr entsteht immer mehr der Eindruck, Kernzone Biosphärengebiet heißt der Wald und wird zum Ausstellungsbereich. Keine Eigeninitiativen, keine Hütten, Wanderung nur auf den Wegen. Kurz: ein bürokratisierter Wald. Ist das die Zukunft unserer Kinder?

Annemarie Schmidt, Kirkel-Neuhäusel