1. Saarland

Der Oberliga-Traum ist geplatzt

Der Oberliga-Traum ist geplatzt

Walpershofen. Sie waren so nahe dran am größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, doch auf der Zielgeraden versagten ihre Nerven: Die Verbandsliga-Volleyballer des TV Walpershofen verloren ihr Aufstiegs-Endspiel gegen den TV Limbach II glatt mit 0:3. Nach nur drei Sätzen (20:25, 17:25, 23:25) war der Traum vom Oberliga-Volleyball geplatzt

Walpershofen. Sie waren so nahe dran am größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, doch auf der Zielgeraden versagten ihre Nerven: Die Verbandsliga-Volleyballer des TV Walpershofen verloren ihr Aufstiegs-Endspiel gegen den TV Limbach II glatt mit 0:3. Nach nur drei Sätzen (20:25, 17:25, 23:25) war der Traum vom Oberliga-Volleyball geplatzt.Entsprechend groß war in der Köllertalhalle die Enttäuschung bei den Spielern und ihren 80 Fans. "Eigentlich haben wir nicht schlecht gespielt, aber Limbach hat zur richtigen Zeit die entscheidenden Punkte erzielt", seufzte Walpershofens Außenangreifer Patrick Müller nach der verpassten Chance, künftig in der vierhöchsten deutschen Spielklasse ans Netz gehen zu können.

Von der ersten Minute an merkte man den Gastgebern die Nervosität deutlich an. "Die Endspiel-Situation war für meine Spieler neu und sorgte doch für einige Unsicherheiten", stellte Walpershofens Trainer Werner Schmidt fest. Die mit ehemaligen Oberliga-Spielern gespickte Gäste-Mannschaft wirkte dagegen viel abgeklärter und souveräner.

Am Anfang aller Sätze hielt Walpershofen zwar noch gut mit, kassierte dann aber jedes Mal Negativserien mit fünf bis sechs Punkten in Folge. Die Chance, den Sieg aus der Hinrunde (3:0) zu wiederholen, bestand eigentlich nie. Besonders im Block und in der Feldabwehr entschärfte Limbach viele Angriffe.

Für die ungenauen und überhasteten Abschlüsse seiner Mitspieler übernahm Walpershofens Zuspieler Daniel Bauer die Verantwortung. "Heute war nicht mein Tag. Meine Pässe auf die Außenpositionen hätten genauer kommen müssen, dann hätten sich unsere Angreifer auch besser durchsetzen können", meinte Bauer selbstkritisch. Auch Außenangreifer Marc Stürmer war mit der Mannschaftsleistung nicht ganz zufrieden, mit der Saisonleistung dagegen schon. "Wir haben gegen Mannschaften gewonnen, die uns in den vergangenen Jahren immer überlegen waren, und nur drei Niederlagen kassiert. So gut haben wir bislang noch keine Verbandsliga-Saison abgeschlossen", resümierte Stürmer. Auch die Qualifikation für das Endturnier um den Landespokal sei ein großer Erfolg. "So darf man die Saison durchaus als gelungen bezeichnen", meinte der 27-Jährige. Werner Schmidt stimmte seinem Spieler und Abteilungsleiter zu: "Ich hätte nicht gedacht, dass wir so weit kommen. Platz drei oder vier war das Ziel. Allein schon die Teilnahme an diesem Endspiel war für uns ein großer Erfolg." Und wie der Trainer sahen es wohl auch die Fans. Sie spendeten ihrer Mannschaft nach dem Spiel minutenlang Beifall. ros