1. Saarland

"Der Neubau war das Sinnvollste"

"Der Neubau war das Sinnvollste"

Neunkirchen. Zunächst sah es gestern so aus, als sollte das launische Wetter der Grundsteinlegung für den Kita-Neubau in der Neunkircher Talstraße einen Strich durch die Rechnung zu machen

Neunkirchen. Zunächst sah es gestern so aus, als sollte das launische Wetter der Grundsteinlegung für den Kita-Neubau in der Neunkircher Talstraße einen Strich durch die Rechnung zu machen. Als die versammelten Gäste einer nach dem anderen den Regenschirm zückten, änderte Oberbürgermeister Jürgen Fried kurzerhand das Protokoll und begann die Feierlichkeiten im Turnsaal des alten Kindergartens.Bei seiner Begrüßung unterstrich das Stadtoberhaupt, die Bedeutung eigener städtischer Einrichtungen für das Betreuungsangebot in der Stadt. "Wir sind auf einem guten Weg bei der Schaffung der benötigten Krippenplätze", so Fried. Dazu habe man in den letzten Jahren 8,6 Millionen Euro investiert, so der OB. In der Talstraße habe man zwar zunächst an eine Sanierung des 1893 errichteten Gebäudes gedacht, dann aber doch für den 1,86 Millionen Euro teuren Neubau entschieden. Dieser wird in zwei Bauabschnitten umgesetzt. Bis zu den Sommerferien soll zunächst der Bau für die spätere Kinderkrippe fertig sein, sodass die Einrichtung während der Ferien umziehen kann. Der zweite Bauabschnitt beginnt mit dem Abriss des alten Hauses, wo bis Juli 2014 das neue Haus für den Kindergarten errichtet wird. "Das Gebäude wird technisch auf dem neuesten Stand sein", betonte Fried. Beheizt wird das Haus durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Unterstützung einer Gas-Brennwerttherme. Der Strom für die Wärmepumpe soll aus einer eigenen Photovoltaik-Anlage kommen. Damit sich die Wärmepumpen-Technik lohnt, wird es eine Fußbodenheizung geben. Ungeachtet der neuen Gebäudetechnik, zeigte sich Fried besonders stolz auf den pädagogischen Schwerpunkt der Einrichtung. Dieser liege darauf, Kinder aus verschiedensten sozialen Bereichen zusammenzubringen und ihnen den Wert gegenseitiger Akzeptanz zu vermitteln.

Zur Grundsteinlegung für den ersten Bauabschnitt hatten 20 Kinder eigens ein Programm einstudiert, durch das Karin Harms, die Leiterin der Kita, führte. Nach einer Begrüßung der Gäste mit Gedichten und einem Tausendfüßlertanz übergaben Vertreter der beiden Gruppen selbst gestaltete Bilder und einen Halbedelstein, ein Tigerauge, für den Grundstein - eine Zeitkapsel in Form einer Blechröhre. Diese wurde im Anschluss mit tatkräftiger Unterstützung der Kinder in einer eigens dafür vorbereiteten Nische im Fundament des Neubaus eingegossen - und das bei regenfreiem Himmel.

Auf einen Blick

Die neue Kita Talstraße, wie sie 2014 fertig sein soll, wird neben zwei Gruppenräumen für je 25 Kinder auch zwei Krippenräume mit jeweils zehn Plätzen bekommen. Hinzu kommen ein Wickelraum, ein Bewegungsraum, zwei Sanitärräume und ein Ruheraum. Krippen- und Kindergartenbereich werden in zwei getrennten Gebäuden untergebracht, die durch den gemeinsamen Essensbereich verbunden sind. Zunächst wird bis Sommer 2013 der Krippenbau errichtet. Danach folgt anstelle des alten Hauptgebäudes der Kindergarten. Alle Gruppen- und Kinderräume sowie der Speisesaal erhalten direkten Zugang zum Außenspielbereich und sind komplett barrierefrei. spe