1. Saarland

Der Nationalpark im Hochwald nimmt Formen an

Der Nationalpark im Hochwald nimmt Formen an

Wie ein langer Schlauch zieht sich der künftige Nationalpark über die Höhen des Hochwaldes und Hunsrückes von Nonnweiler im Saarland bis Kempfeld in Rheinland-Pfalz. Insgesamt soll der Park 10 120 Hektar groß sein.

9200 Hektar davon befinden sich in Rheinland-Pfalz, 920 Hektar im nördlichen Saarland. So sieht die so genannte Gebietskulisse des künftigen Parkes aus, die die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken gestern Abend in Züsch vorgestellt hat. Die Nationalparkkulisse werde Grundlage der weiteren Planungen sein, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. In den nächsten Monaten werde das Ministerium weitere Ergebnisse und am 26. September das Gesamtkonzept vorstellen. Danach werde es erneut der Region zur Zustimmung vorgelegt. Im nächsten Jahr könne der Nationalpark schon Realität werden, so Höfken.

"Der Nationalpark im Hunsrück nimmt Gestalt an", so die Ministerin. Der neue Park liege in in den Verbandsgemeinden Birkenfeld, Hermeskeil, Herrstein und Thalfang in Rheinland-Pfalz. Dazu sollen noch etwa 920 Hektar im Nordsaarland kommen.

"Der Nationalpark im Hunsrück ist in vieler Hinsicht einzigartig: Weite, unzerschnittene Wälder mit Hangmooren und Sümpfen in dünnbesiedelter Region sind Rückzugsraum für Schwarzstorch, Kolkrabe und sogar für die größte Wildkatzenpopulation in Europa", so die Ministerin. Sie ergänzte: "Hier entsteht ein Nationalpark über Landesgrenzen hinweg, den auch eine kulturgeschichtliche Besonderheit verbindet. Vom Ringwall bei Otzenhausen über viele Fliehburgen können Besucher den Kelten begegnen."

Und auch die Entstehung sei einzigartig in der Geschichte der Nationalparke, denn noch nie habe sich eine Region so aktiv selbst eingebracht, unterstrich die Ministerin. "Schon heute ist mit dem Dialogprozess die Bekanntheit der Region gewachsen. Naturlandschaft, Heimat und Kultur im Hunsrück rücken ins Bewusstsein des ganzen Landes", führte Ulrike Höfken aus. > Bericht folgt