1. Saarland

Der Intoleranz mit Trommeln begegnen

Der Intoleranz mit Trommeln begegnen

Ludweiler. "Keine Gewalt" heißt die sanfte Ballade, mit der die Schüler der Graf-Ludwig-Gesamtschule Ludweiler mit dem afrikanischen Künstler Dédé Mazietele ihre Projektwoche zur Förderung von Toleranz im Regionalverband unter dem Motto "Toleranz fördern, Kompetenz stärken", beenden

Ludweiler. "Keine Gewalt" heißt die sanfte Ballade, mit der die Schüler der Graf-Ludwig-Gesamtschule Ludweiler mit dem afrikanischen Künstler Dédé Mazietele ihre Projektwoche zur Förderung von Toleranz im Regionalverband unter dem Motto "Toleranz fördern, Kompetenz stärken", beenden. Dieses Lied fasst es gut zusammen, was die Jungs und Mädchen in der vergangenen Woche neben Trommeln gelernt haben: Egal, ob sich der Gegenüber in Hautfarbe, Kultur oder Religion von einem unterscheidet: Begegne ihm mit Toleranz und löse eventuelle Probleme ohne Gewalt."Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt sollen hier nicht mehr vorkommen", sagte Dédé zu Beginn vor dem ersten Trommelschlag.

Dann ist es an den Schülern aus den siebten und achten Klassen, mit dem Kongolesen zu trommeln. Die Rhythmen sind mitreißend und bald klatschen alle im Publikum mit oder klopfen den Takt auf ihren Oberschenkeln mit. Schulleiterin Rita Müller ist von dem Projekt "Begegnung mit Muslimen und Migranten aus Afrika" begeistert. "Die Achtklässler haben in einem Sonderprojekt noch zusätzlich mit muslimischen Müttern gekocht", berichtet sie. Außerdem haben sich die Jugendlichen unter anderem eine Moschee angesehen, mit einem christlichen Priester diskutiert und sich untereinander in Sachen Sitten, Traditionen, Bräuche, wichtige Feste und ihren Alltag gesprochen.

Müller freut sich, dass sie mit "School's out", dem Nachmittagsprojekt der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeitslosenberatung und Beschäftigung Burbach (Gabb) einen Partner gefunden hat, der dieses Projekt erst ermöglicht hat. Denn hätte mit der Gabb nicht ein freier Träger das Projekt beantragt, wäre es wohl nicht aus Bundesmitteln finanziert worden.

So aber konnte das große Trommeln stattfinden, sehr zur Freude aller Beteiligten. "Je Je Ombo" ist der Lieblingstitel der Gesamtschüler, wie sich schnell herausstellt. Doch auch die übrigen Stücke werden mit viel Begeisterung gemeinsam mit dem in farbfrohen afrikanischen Kleidern auftretenden Dédé gespielt.

Zur Person

Dédé Mazietele Vavi lebt seit 1992 in Deutschland. Er arbeitet als Musiker und engagiert sich in Projekten vor allem an Schulen und Kindergärten. red