1. Saarland

Der Graf und sein Clarathal

Der Graf und sein Clarathal

Klarenthal. Ob den Grafen Gustav Adolf von Nassau-Saarbrücken "die herrliche Lage des Klarenthaler Waldes, den er vielleicht auf seinen Jagden durchstreifte, so entzückte, dass er seiner am 9

Klarenthal. Ob den Grafen Gustav Adolf von Nassau-Saarbrücken "die herrliche Lage des Klarenthaler Waldes, den er vielleicht auf seinen Jagden durchstreifte, so entzückte, dass er seiner am 9. Juni 1662 ,heimgeführten' Gemahlin mit der Hütte und ihrem Herrenhaus eine Hochzeitgabe bieten wollte", können auch die Männer und Frauen von der Dorfgemeinschaft Klarenthal-Krughütte nicht mit Gewissheit sagen. Tatsache sei aber, dass des Grafen Gemahlin Klarenthal erst zum Clarathal gemacht hat, woraus später Klarenthal wurde. Die Glashütte, die der Graf 1662 errichten ließ, bekam nämlich den Namen der Gräfin Clara. Das ist 350 Jahre her. Und das soll "gebührend gefeiert werden", findet die Dorfgemeinschaft, ein Verein, in dem sich Vereine und Bürger für ihren Stadtteil engagieren. Neben dem offiziellen Festakt am Samstag, 21. April gibt es eine "Glas an der Saar"-Ausstellung, eine Exkursion zu historischen Orten in Klarenthal und Veranstaltungen der Vereine. Für das Programm braucht die Dorfgemeinschaft neben der Hilfe vieler Ehrenamtlicher auch Geld. Der Dorfgemeinschaftsverein ist daher "darum bemüht, Partner und Sponsoren zu finden, die uns bei unserer gemeinnützigen Arbeit unterstützen", wirbt der Vorsitzende Henning Holz. Wer sich engagieren wolle, sei herzlich willkommen.Dass groß gefeiert wird, sei in Klarenthal "mit Begeisterung aufgenommen" worden, schreibt der Verein in einer Broschüre zum Jubiläum. Dass es in Klarenthal wieder ein Dorfleben gibt, liege auch am Verein. Nachdem die bis dahin selbstständige Gemeinde 1974 zu Saarbrücken kam, sei "nach und nach ein Großteil der gewohnten Dorfaktivitäten verlorengegangen". Mit dem Dorfgemeinschaftsfest sei es ein Jahr nach der Gründung des Vereins wieder aufwärts gegangen. Dieses Jahr soll für die Klarenthaler aber ein ganz besonderes werden. "Man wird nur einmal 350!", wirbt der Verein. ols

Kontakt: Henning Holz, Tel. (0 68 98) 3 35 15