1. Saarland

Der Genuss steht im Vordergrund

Der Genuss steht im Vordergrund

Marpingen. Bestes Laufwetter, weil nicht zu heiß und nicht zu kalt, herrschte am Samstag bei der 24. Auflage des Freundschaftslaufs der Lauftreff-Freunde (LTF) Marpingen. 240 Teilnehmer machten sich am frühen Nachmittag auf eine der elf angebotenen Lauf- oder Wanderstrecken, die in der Länge zwischen sechs und zwölf Kilometern variierten

Marpingen. Bestes Laufwetter, weil nicht zu heiß und nicht zu kalt, herrschte am Samstag bei der 24. Auflage des Freundschaftslaufs der Lauftreff-Freunde (LTF) Marpingen. 240 Teilnehmer machten sich am frühen Nachmittag auf eine der elf angebotenen Lauf- oder Wanderstrecken, die in der Länge zwischen sechs und zwölf Kilometern variierten.Aufgewühlter Untergrund Die teilweise recht anspruchsvollen Rundstrecken durch den Härtel- und den Buchenwald hatten nur einen geringen Asphaltanteil und führten größtenteils über Wald- und Forstwege. An und für sich gut für die Gelenke, war dies allerdings dort, wo Waldarbeiter unter der Woche für einen kleinen Hindernisparcours gesorgt hatten, nicht ganz ungefährlich. Doch geübte Waldweg-Läufer sehen so etwas sportlich: "Der aufgewühlte Untergrund ist gut für die Motorik", witzelte etwa Paul Schäfer von den Lauftreff-Freunden Alsweiler, der sich der Zehn-Kilometer-Gruppe angeschlossen hatte. Und überhaupt: "Verglichen mit den Strecken, auf denen die Alsweiler Läufer ihre Trainingseinheiten absolvieren müssen, sind diese Wege geradezu eine Wonne." Apropos Wonne: Bei den Freundschaftsläufen wie dem in Marpingen geht es nicht um Bestzeiten. Die Läufer genießen die Bewegung in der Gemeinschaft. Das ist es auch, was laut Alois Zimmer so richtig jung hält. Der 88-Jährige aus Sulzbach war der älteste Teilnehmer des Marpinger Freundschaftslaufs. "Aber ich laufe nicht mehr richtig, das machen die Knochen dann doch nicht mehr mit", erklärte Zimmer, der erst 1977 als Rentner den Laufsport für sich entdeckt hat. In Marpingen hatte sich das Gründungsmitglied der LSG Quierschied der Wandergruppe angeschlossen, die es doch deutlich gemächlicher angehen ließ als die Läufer. "Wichtig ist, dass man überhaupt etwas macht. Ich gehe dreimal pro Woche mit einigen Vereinskameraden wandern - so zwischen vier uns sechs Kilometer. So lange die Knochen und Gelenke mitmachen, werde ich das auch beibehalten. Denn die Bewegung an der frischen Luft und die Arbeit in meinem Garten halten mich jung."Viele BekanntschaftenNach Marpingen ist der frühere Bergmann und Maschinen-Steiger immer gerne gekommen: "Mit den Jahren hat man einige Freundschaften geschlossen, und gerade in Marpingen kenne ich viele Leute. Früher bin ich auch immer bei den Volksläufen in Marpingen gestartet, aber die gibt es ja jetzt schon seit ein paar Jahren nicht mehr", erzählte Zimmer, der als 60-Jähriger erst mit dem Wettkampfsport angefangen hat. Auch im kommenden Jahr will Zimmer, "so denn die Knochen halten", in Marpingen wieder dabei sein. "So lange die Knochen und Gelenke mitmachen, werde ich das auch beibehalten."Alois Zimmer war mit 88 Jahren der älteste Teilnehmer des Freundschaftslaufes

Auf einen BlickDie Lauftreff-Freunde aus Selbach stellten beim 24. Freundschaftslauf der LTF Marpingen mit 20 Startern die teilnehmerstärkste Gruppe. Auf den Plätzen folgten die LTF Winterbach (18), die Lauftreff-Freunde aus Alsweiler sowie der TV Rußhütte, die beide jeweils 15 Läufer an den Start brachten. Älteste Teilnehmerin war Irmgard Menninger (Jahrgang 1938) vom TV Rußhütte, ältester Teilnehmer Alois Zimmer (Jahrgang 1921) von der LSG Quierschied. tog