1. Saarland

Der FC ist wieder die Nummer eins

Der FC ist wieder die Nummer eins

St. Wendel. Der FC St. Wendel, das war immer der große Fußballverein der Kreisstadt. Von 1982 bis 1985 spielten die Blau-Schwarzen sogar in der damals bundesweit noch drittklassigen Oberliga gegen Gegner wie den heutigen Bundesligisten FSV Mainz 05, den 1. FC Saarbrücken, Eintracht Trier oder den FC Homburg

St. Wendel. Der FC St. Wendel, das war immer der große Fußballverein der Kreisstadt. Von 1982 bis 1985 spielten die Blau-Schwarzen sogar in der damals bundesweit noch drittklassigen Oberliga gegen Gegner wie den heutigen Bundesligisten FSV Mainz 05, den 1. FC Saarbrücken, Eintracht Trier oder den FC Homburg. Während der FC also zu den besten Adressen im Saarfußball gehörte, dümpelte der SV Blau-Weiß stets in den untersten Spielklassen herum. Etwas mehr als 20 Jahre später war der SV plötzlich die neue Nummer eins in der Stadt. Im Sommer 2008 stiegen die Blau-Weißen in die Kreisliga A auf, während der FC in der B-Klasse bleiben musste. Doch in der darauf folgenden Saison schaffte der SV die Qualifikation für die Bezirksliga nicht, und so kicken der FC und der SV nun wieder in derselben Spielklasse. Schaut man auf die Tabelle der Kreisliga A Weiselberg, dann hat sich der FC die Position der Nummer eins in der Stadt zurückerobert. Mit 26 Zählern steht die Mannschaft von Trainer Frank Wagner auf dem zweiten Platz, der SV ist mit 15 Punkten Neunter. "Von daher gehen wir als Favorit ins Derby", sagt Wagner vor dem direkten Aufeinandertreffen der beiden Lokalrivalen am Samstag, 16 Uhr, auf der Sportanlage des FC. Mit einem Sieg will der frühere Oberligist nicht nur oben dran bleiben, sondern auch endgültig klarstellen, dass er in der Domstadt den Ton angibt. Und nicht nur das: Mit einem Auge schielt der FC auf die nächsthöhere Liga. "Nachdem, was ich in dieser Saison von der Mannschaft gesehen habe, halte ich Platz zwei für uns für realistisch", erklärt Wagner. Dieser Platz würde zu einem Relegationsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga St. Wendel gegen den Zweiten der Kreisliga A Schaumberg berechtigen. Um direkt aufzusteigen, müsste der FC Erster werden. Doch das erscheint eher schwierig. Auf diesem Platz steht momentan der SV Furschweiler mit einer beeindruckenden Bilanz von elf Siegen aus elf Spielen. Gegen den SVF kassierte St. Wendel auch am ersten Spieltag seine bislang einzige Niederlage (0:1). "Furschweiler zeigt sich bislang sehr stabil", sagt auch Frank Wagner und ist beeindruckt vom Spitzenreiter.

Auf einen BlickDer FC St. Wendel spielt im Stadtderby wieder mit seinem stärksten Stürmer Kevin Wolf (17 Saisontore). Er war zuletzt beim 3:1 bei Winterbach II von Trainer Frank Wagner nicht aufgestellt worden. "Interne Gründe, zu denen ich mich nicht äußern möchte", begründet Wagner. Fehlen werden dem FC Spielmacher Dirk Konz (Mittelfußbruch) und Torwart Christian Mattheis, der nach einer Knieverletzung seine Karriere beendet hat. sem