1. Saarland

Der erste große Wintereinbruch hat im Saarland Verkehrschaos gestiftet

Erster großer Wintereinbruch : Starker Schneefall verursacht Probleme

Schnee und glatte Straßen kosteten Autofahrer am Dienstag einige Nerven und machten Polizei sowie Verkehrs- und Straßenbetrieben Arbeit.

Für Probleme auf den Straßen im Saarland hat der erste richtige Wintereinbruch in diesem Jahr am Dienstag gesorgt. Aufgrund von Schnee und Eisglätte kam es vielerorts zu Unfällen und Verkehrsbehinderungen. Besonders stark betroffen waren die Autobahnen in den höheren Lagen des Landes, wie die Polizei auf SZ-Anfrage mitteilte. Insgesamt mussten die Beamten am Dienstag landesweit zu insgesamt 170 Einsätzen ausrücken. Diese verteilten sich etwa zur Hälfte auf Unfälle und auf Verkehrsbeeinträchtigungen, beispielsweise querstehende Lkw. Zum Glück entstand bei den Unfällen auf glatter Fahrbahn fast ausschließlich Blechschaden, nur bei zwei Unfällen gab es demnach Leichtverletzte. Schwerpunkte waren laut Polizei die A 1 in beiden Richtungen zwischen dem Kreuz Saarbrücken und dem Autobahndreieck Otzenhausen/Nonnweiler und die A 62. Während morgens noch Chaos herrschte, hatte sich den Polizeiangaben zufolge die Lage auf den Straßen im Land am Nachmittag wieder entspannt.

Um für freie Fahrt auf den saarländischen Bundes- und Landesstraßen zu sorgen, waren Mitarbeiter des Winterdienstes des Landesamtes für Straßenbau (LfS) am Dienstag seit etwa halb drei Uhr nachts unterwegs, um zu streuen und die Straßen vom Schnee zu befreien. Dabei waren laut LfS-Sprecher Thomas Thiel 37 Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz, die bis 14.20 Uhr rund 530 Tonnen Salz verstreuten und knapp 170 Tonnen Salzlösung auf die Straßen brachten.

Die A 6 von Saarbrücken nach Mannheim wurde nach einem Glätteunfall zeitweise gesperrt. Eine Person wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Foto: BeckerBredel

Für die Streuung auf den Autobahnen ist seit Jahresbeginn die Autobahn GmbH des Bundes zuständig. Wie LfS-Sprecher Klaus Kosok mitteilte, sei die Verkehrssituation am Dienstagmorgen angespannt gewesen. „Unsere Mitarbeiter sind seit Tagen im organisierten Winterdiensteinsatz unterwegs, aufgrund der ungünstigen Wetterprognose von Montag bereits seit den Abendstunden zu vorsorglichen Streueinsätzen“, so Kosok. Das Wetter am Dienstagmorgen habe dann die ungünstigste denkbare Situation gebracht, als es bei einsetzendem Berufsverkehr zu regnen begann. Vorsorglich gestreutes Salz sei somit weggespült worden. Kosok: „Daraus resultierte auf einigen Streckenabschnitten überfrierende Nässe auf der nach Dauerfrost eiskalten Fahrbahn. Zudem begann es im Berufsverkehr zu schneien.“ Die Fahrzeuge mit Schneepflug seien dann ebenfalls ausgerückt.

Die Saarbahn wurde von der winterlichen Witterung kaum ausgebremst, teilte Saarbahn-Sprecherin Ulrike Reimann mit. Es habe einige wenige Verspätungen gegeben, aber ansonsten sei die Saarbahn am Dienstag regulär gefahren. Schwierigkeiten hätten jedoch die Busse im Regionalverband in den Höhenlagen gehabt, so Reimann. Am Dienstagmorgen hätten die Busse etwa das Klinikum auf dem Winterberg nicht anfahren können, ähnliche Probleme habe es unter anderem in Bischmisheim, Teilen des Eschbergs, Ensheim, Dudweiler und in Altenkessel gegeben. Am Nachmittag konnten die Busse laut Mitteilung der Saarbahn einen Großteil der Höhenlagen wieder anfahren.

Auch im Rest des Saarlandes war die Lage für die Busse schwierig, hatte sich aber laut Mitteilung des Saarländischen Verkehrsverbundes (SaarVV) am Nachmittag normalisiert. Dennoch hätten einige Linien den Verkehr einstellen müssen, darunter die Linien R10 und 506 von Saar-Mobil, die Linien 610 und R4 Stadtbus Zweibrücken, die Linie R1, die von Merzig über Losheim am See nach Wadern fährt, und die Linie R6 von Neunkirchen über Spiesen nach St. Ingbert. In Ludweiler seien die Haltestellen Siedlung und Hohlstraße nicht angefahren worden, so die Völklinger Verkehrsbetriebe.

Wie hier in Berus war der Räumdienst im ganzen Land im Einsatz. Foto: Ruppenthal

Wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn mitteilte, hat die Witterung am Dienstag den Zugverkehr im Saarland nicht beeinflusst. Auf dem Flughafen in Ensheim kam es nach Auskunft von Sprecher Ludwin Vogel zu keinerlei Beeinträchtigungen aufgrund des Wetters.