Der Außenseiter hält lange mitSportfreunde Saarbrücken scheitern erst im Elfmeterschießen

Der Außenseiter hält lange mitSportfreunde Saarbrücken scheitern erst im Elfmeterschießen

Quierschied. Die Sensation blieb aus, trotzdem gab es nach der 0:3 (0:1)-Niederlage der SpVgg. Quierschied gegen den SC Friedrichsthal in der fünften Runde des Fußball-Saarlandpokals viel Lob für den A-Ligisten aus dem Fischbachtal. "Die Mannschaft ist sehr viel stärker, als es Ligazugehörigkeit vermuten lässt", sagte Tobias Mansfeld, Stürmer des Saarlandligisten Friedrichsthal

Quierschied. Die Sensation blieb aus, trotzdem gab es nach der 0:3 (0:1)-Niederlage der SpVgg. Quierschied gegen den SC Friedrichsthal in der fünften Runde des Fußball-Saarlandpokals viel Lob für den A-Ligisten aus dem Fischbachtal. "Die Mannschaft ist sehr viel stärker, als es Ligazugehörigkeit vermuten lässt", sagte Tobias Mansfeld, Stürmer des Saarlandligisten Friedrichsthal. Der Ex-Homburger war es, der am Mittwochabend vor 450 Zuschauern die Weichen Richtung Favoritensieg stellte. Einen Schuss von Carsten Mann konnte Quierschieds Torwart Kai Berrang nur nach vorne abklatschen lassen, Mansfeld staubte aus fünf Metern ab (24. Minute). "Ich hätte mich nicht beschwert, wenn der Schiedsrichter Abseits gegeben hätte", sagte der Friedrichsthaler fair, "ich lag noch von der vorangegangenen Aktion im Strafraum, plötzlich kam der Ball zu mir." Stephan Spengler aus Nalbach pfiff aber nicht, der Quierschieder Protest hielt sich in Grenzen. "Ich kann es nicht sicher sagen", erklärte Torwart Berrang, "es war einfach eine unglückliche Aktion, so in Rückstand zu geraten." Der Außenseiter hatte nach fünf Minuten sogar die Möglichkeit, selbst in Führung zu gehen. Oliver Wirth hatte Ex-Profi Sören Holz den Ball abgeluchst, sein Schuss aus 14 Metern war für den Friedrichsthaler Torwart Philippe Stelletta aber kein Problem. Ein Querpass auf den mitgelaufenen Andreas Breier wäre die bessere Lösung gewesen. Der hatte nach einer Viertelstunde die nächste Möglichkeit für den Gastgeber. Nach einem Steilpass von Wirth war Stelletta allerdings einen Schritt schneller am Ball. "Es war schon sehr interessant, gegen eine Mannschaft zu spielen, bei der fast jeder Spieler Oberliga-Erfahrung hat", zeigte sich Kapitän Breier mit dem Auftritt seiner Mannschaft hoch zufrieden, "es ist schön zu sehen, wenn man da mithalten kann. Scheinbar sind wir wirklich nicht so schlecht."Quierschied igelte sich in der eigenen Hälfte ein, überließ Friedrichsthal die Spielgestaltung, versuchte aber über die gesamte Spielzeit, immer wieder Nadelstiche zu setzen. Nach dem 0:2 durch Ewald Bucher (71.) hatte Wirth dann die größte Chance auf den Ehrentreffer. Aus acht Metern donnerte er den Ball aber freistehend über das Tor (74.). Praktisch im Gegenzug machte Tobias Mansfeld mit seinem Treffer zum 0:3 den Sack endgültig zu. Quierschieds Spielertrainer Markus Woll war trotzdem zufrieden: "Kompliment an meine Truppe. Die Jungs haben taktisch sehr diszipliniert gespielt. Wir hatten sicher ein Tor verdient. Jetzt konzentrieren wir uns voll auf die Meisterschaft." Und da steht am Sonntag (14.30 Uhr) das Spitzenspiel der Kreisliga A Obere Saar bei TuS Jägersfreude an. "Wir trainieren drei Mal in der Woche, sind konditionell topfit", will Woll nichts von Kräfteverschleiß im Pokal hören, "wir werden nicht nach Jägersfreude fahren, um auf einen Punkt zu spielen."Saarbrücken. Die Fußball-Saarlandligisten SC Halberg Brebach und SC Friedrichsthal (siehe Text oben) sowie Landesligist SV Saar 05 Jugend haben das Achtelfinale im Saarlandpokal erreicht und hoffen nun auf den lukrativsten Gegner im Lostopf. "Ein Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken wäre natürlich schon geil", sagte Timon Seibert, Spielertrainer bei Saar 05, "gegen Hellas Marpingen hatten wir nach Abzug der Kosten für den Schiedsrichter eine Einnahme von 16 Euro."Die wenigen Zuschauer, die den Weg auf den Hartplatz neben dem Stadion Kieselhumes gefunden hatten, bereuten ihr Kommen aber nicht. In einem guten Fußballspiel war Fabio Jastram der entscheidende Spieler auf dem Feld. Zunächst brachte er sein Team nach 35 Minuten in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zwang Jastram den Gegner zu einem Eigentor und erzielte in der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer. Einige Gäste reklamierten dabei allerdings eine Abseitsposition des Torschützen. "Es war ein langer Ball in den Rücken der Viererkette", sagte Seibert, "Fabio ist genau im richtigen Moment gestartet und hat den Torwart ausgespielt. Ich habe da kein Abseits gesehen."Mittendrin im Achtelfinale ist auch Halberg Brebach. Der Tabellendritte der Saarlandliga setzte sich mit 1:0 (1:0) gegen den Oberliga-14. Rot-Weiß Hasborn durch. Vor 130 Zuschauern erzielte Marco Jung in der 35. Minute nach einem Eckball von Jonas Wilhelmi das Tor des Tages. "Wir haben sehr tief gestanden und Hasborn das Spiel machen lassen", erklärte Halberg-Trainer Bernd Eichmann die taktische Marschroute. Trotz des "vielleicht besten Spiels der Sportfreunde in den letzten Jahren", wie es deren Vorsitzender Hans-Jürgen Altes formulierte, mussten sich die Burbacher am Mittwoch mit 6:7 nach Elfmeterschießen dem Saarlandligisten 1. FC Reimsbach geschlagen geben. Alessandro Vitello, Marc Decker und Moses Nwachukwu hatten die Führung des Favoriten drei Mal ausgeglichen. Vor 60 Zuschauern traf Sportfreund Mohamad El Moussawi Sekunden vor Ende der Verlängerung nur den Pfosten. Den entscheidenden Elfmeter hielt Fabian Seel im Reimsbacher Tor gegen Vitello. Auch für den A-Ligisten TuS Jägersfreude ist der Traum vom Achtelfinale geplatzt. Gegen Landesligist 1. FC Schmelz unterlag man trotz starker Leistung mit 2:3. cor "Das war das vielleicht beste Spiel der Sportfreunde in den letzten Jahren."Hans-Jürgen Altes, Vorsitzender der SF Saarbrücken

Mehr von Saarbrücker Zeitung