1. Saarland

Denkmäler aus der Lothringer Zeit: Grenzsteine aus dem Jahr 1731

Denkmäler aus der Lothringer Zeit: Grenzsteine aus dem Jahr 1731

Namborn. Zu Beginn der Mitgliederversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins Namborn wurde dem verstorbenen Gründungsmitglied und Vorsitzenden von 1990 bis 1993, Karl Hersemeyer, gedacht. Anschließend sprach Vorsitzender Rüdiger Andres in seinem Rückblick von einem arbeitsintensiven Geschäftsjahr

Namborn. Zu Beginn der Mitgliederversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins Namborn wurde dem verstorbenen Gründungsmitglied und Vorsitzenden von 1990 bis 1993, Karl Hersemeyer, gedacht. Anschließend sprach Vorsitzender Rüdiger Andres in seinem Rückblick von einem arbeitsintensiven Geschäftsjahr. "Wir sind erleichtert, dass das Ortstafelprojekt nach mehreren Jahren mit großem ehrenamtlichen Engagement erfolgreich abgeschlossen werden konnte", so Andres.Entstanden sei ein repräsentatives Werk zum Wohle der Bürger und eine Informationsquelle für die Touristen. Das abgeschlossene Projekt zur touristischen Aufwertung des Liebenburgturms auf dem Schlossberg in Eisweiler sei mit Sponsorengeldern finanziert worden. "Die Wegkreuze sind alle digital erfasst und die Daten mittlerweile beim Landesdenkmalamt zur Erstellung einer zentralen Datenbank", berichtete der Vereinschef. Das Gleiche gilt für die Grenzsteine.

Rüdiger Andres: "Wir haben nicht nur unseren Namborner Bereich inventarisiert, sondern auch den Bereich der Gemeinde Oberthal, da der dortige Heimatverein für diese Erfassung ausfiel. Ebenfalls zusätzlich haben wir den historischen Bereich zwischen Eitzweiler und Hirstein an der Oldenburger- beziehungsweise Pfalz-Zweibrücker Grenze aufgenommen, weil für dieses Stück kein zuständiger Heimatverein gefunden werden konnte". Bei der Aufnahme der Namborner und Oberthaler Grenzsteine kamen zwei alte Steine von 1731 zu Lothringen zu Tage, die wohl ältesten Denkmäler aus der Lothringer Zeit. Insgesamt wurden 269 Steine archiviert, 162 in Namborn, 80 in Oberthal und 27 an der Grenze von Asweiler zu Reitscheid. Derzeit werden die Grenzsteine im Institut für Steinkonservierung in Mainz zur Herkunftssuche analysiert, kündigte Andres an.

Weiter erwähnte der Vorsitzende die Wanderung über den Gräfin-Loretta-Weg bei Hammerstein an der Mosel. Zwei weitere Wanderungen werden vorbereitet. Dem Heimat- und Verkehrsverein Namborn wurde angeboten, die geschichtlichen Führungen über den Schmugglerpfad Saarlandweit zu etablieren und zu bewerben. Er pflegt ein Orchideengelände mit etwa 1600 Pflanzen und trifft die Vorbereitungen für eine eigene Präsentation im Internet. se

Auf einen Blick

Der Vorstand: Vorsitzender ist Rüdiger Andres (Hirstein), Stellvertreter sind: Oskar Schmitt (Furschweiler), Jochen Backes (Namborn), Schriftführerin: Heidrun Gerber (Roschberg), Kassenwart: Wendelin Naumann (Heisterberg), Beisitzer: Anneliese Hersemeyer, Johannes Dörrenbächer (beide Namborn), Detlef Loch (Furschweiler), Horst Gerhart (Hirstein), Günter Scholl (Heisterberg) und Wilhelm Tholey (Hofeld-Mauschbach). Laut Satzung gehört der jeweilige Bürgermeister der Gemeinde ebenfalls dem Vorstand an. se