Den Leinpfad entlang für den guten Zweck

Saarbrücken. Klassenweise ruft Sportkoordinator Marcus Boese die Schüler des Deutsch-Französischen-Gymnasiums (DFG) unter das Start- und Ziel-Transparent mit dem Logo des Welt-Kinderhilfswerks Unicef. Noch einmal schnell abgleichen, wer alles mitläuft. Ein paar letzte Informationen und Glückwünsche

 Am Start- und Zielbereich war am Freitag viel los. Foto: Andreas Lang

Am Start- und Zielbereich war am Freitag viel los. Foto: Andreas Lang

Saarbrücken. Klassenweise ruft Sportkoordinator Marcus Boese die Schüler des Deutsch-Französischen-Gymnasiums (DFG) unter das Start- und Ziel-Transparent mit dem Logo des Welt-Kinderhilfswerks Unicef. Noch einmal schnell abgleichen, wer alles mitläuft. Ein paar letzte Informationen und Glückwünsche. "Viel Glück" und "Bonne Chance", dann geht es mit einem kurzen Sirenenalarm los. Jetzt gilt es, unmittelbar vor den Herbstferien noch einmal die Kräfte abzurufen und sich auf dem Leinpfad entlang der Saar in Richtung Landesgrenze zu verausgaben. Denn je weiter die Füße tragen, umso mehr fließt in die Spendenkasse dieses Hilfslaufs, der am DFG am letzten Schultag vor den Herbstferien schon Tradition hat.Zum siebten Mal liefen Schüler des DFG am vergangenen Freitag bereits, um sich und anderen zu helfen. 10 000 Euro hatten sie im Vorjahr an Unicef überwiesen, da waren knapp 650 Schüler im Schnitt zehn Kilometer gelaufen. Dieses Mal müssten es knapp 800 DFGler sein, schätzt Organisator Boese. Er weiß: "Die Motivation unserer Schüler ist ungebrochen." Zusätzlichen Anreiz schafft die 100 000-Euro-Marke, die recht sicher fallen wird. Insgesamt haben DFG-Schüler nämlich in den Vorjahren 92 000 Euro erlaufen, 75 000 Euro davon gingen an Unicef. Der Hilfslauf ist "einer der bedeutendsten Spendenposten", wie Unicef-Sprecherin Doris Heinemann informiert. Wie gehabt wird mit der Spende das Unicef-Projekt "Schulen für Afrika" unterstützt.

An der Strecke und im Start- und Zielbereich ist alles bestens eingespielt. Eltern kümmern sich um Stärkung und Erfrischung, reichen Wasser und Bananen. Andere bewachen die Rucksäcke der laufenden Schüler im Sammelzelt. Organisator Boese meint: "Wenn man ein, zwei Jahre ordentlich gearbeitet hat, braucht man später nur noch die Pläne aus der Schublade zu ziehen." Nach den Ferien wird abgerechnet: Die Schüler sammeln bei ihren Laufpaten die Spenden ein, geben sie in der Schule ab. Bis zu den Weihnachtsferien soll feststehen, was der Benefizlauf erbracht hat. Schulleiter Hans Bächle hat sich übrigens auch nicht lumpen lassen: Er ist mit auf die Strecke gegangen und für den guten Zweck gelaufen. al

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