1. Saarland

Den Hoxberg als Wanderzentrum erschließen

Den Hoxberg als Wanderzentrum erschließen

In Knorscheid und Hoxberg leben 321 Menschen. Die beiden Orte sind räumlich schon einige hundert Meter getrennt, dennoch bilden sie eine Gemeinschaft. Dafür sorgt nicht zuletzt Ortsvorsteher Paul Brück, der seit 38 Jahren dieses Amt innehat. In dem Lebacher Stadtteil werden verschiedene Veranstaltungen einmal in Knorscheid und einmal in Hoxberg durchgeführt. Wie die Feier an Hexennacht

In Knorscheid und Hoxberg leben 321 Menschen. Die beiden Orte sind räumlich schon einige hundert Meter getrennt, dennoch bilden sie eine Gemeinschaft. Dafür sorgt nicht zuletzt Ortsvorsteher Paul Brück, der seit 38 Jahren dieses Amt innehat. In dem Lebacher Stadtteil werden verschiedene Veranstaltungen einmal in Knorscheid und einmal in Hoxberg durchgeführt. Wie die Feier an Hexennacht. Obwohl, einen Maibaum gibt es für jeden Ort, gefeiert wird aber reihum, einmal in Knorscheid und einmal in Hoxberg.Ein langgehegter Wunsch des Ortsvorstehers ging im vergangenen Jahr in Erfüllung. Der Radweg von Lebach nach Knorscheid. Über 30 Jahre dauerte es, bis dieser Weg realisiert wurde. Da musste manch dickes Brett gebohrt werden. Durch den vielen Regen in den vergangenen Tagen ist erneut ein Teil des Hanges auf den Radweg abgerutscht. "Der Hoxberg hat zu viel Wasser." Jetzt werden, so Brück, auch diese Teile des Hanges durch Steine befestigt. Bänke sollen noch im Bereich des vier Kilometer langen Geh- und Radweges aufgestellt werden. Ob sich sein zweiter Wunsch, eine Umgehungsstraße um den Ort, auch erfüllen wird, ist ungewiss. An Versuchen lag und liegt es nicht.

Den Hoxberg als Wanderzentrum zu erschließen, ist ein weiteres Fernziel von Brück. Ohne großen Aufwand könnten bestehende Wanderwege mit denen von benachbarten Kommunen verbunden werden. Das wäre nicht nur der Kaltensteinpfad. Eine bessere Beschilderung der Wege, das wünscht sich Brück ebenfalls. Auch kämpft er mit den Bewohnern, vor allem von Hoxberg, für ein schnelles Internet. Frost und das viele Wasser schaden immer wieder dem Verbindungsweg durch den Wald zum Hoxberg. Da müsste eine Grundsanierung her.

Knorscheid war früher eine eigenständige Gemeinde und Pfarrei. Im Mittelpunkt des Ortes steht die Luzia Kapelle. Das über 200 Jahre alte Gotteshaus wurde aufwendig restauriert. Die Kapelle Knorscheid wurde 1811 erbaut und ist Eigentum der Pfarrei Lebach. Altar und Betstühle sollen aus der Hauskapelle des Schlosses Hofgut La Motte stammen. Im Altar soll der Name "Weber" angebracht gewesen sein, vielleicht der Name des Stifters, der ihn aus dem Hagenschen Besitz erworben hat. Die Kapelle ist der heiligen Luzia geweiht. Nach der Überlieferung soll die jetzige Kapelle auf den Ruinen einer früheren, größeren Kapelle erbaut worden sein. Beim Bau der Straße Lebach-Dillingen 1937 wurden bei der Kapelle menschliche Knochenreste ausgegraben, die auf den ehemaligen Friedhof hindeuten. An der heutigen Kapelle war früher noch ein Anbau. Wann der abgerissen wurde, ist unklar. In der Kapelle befand sich früher auch ein Glöckchen, welches heute in Niedersaubach sein soll.

Die Kinder besuchen Schule und Kindergarten in Lebach. In dem Ort gibt es kein Geschäft, kein Gasthaus und keine Bank. Sehr rührig sind die Feuerwehr, die in diesem Jahr ihr 55-jähriges Bestehen feiert, und der Zweirad-Club Hoxberg.

Die Geschichte von Knorscheid geht bis in die Römerzeit zurück. Der erste Beleg für das Bestehen des Ortes ist um 950 nach Christus datiert, als er als Pfarrei erwähnt wird, deren Gläubige eine Wallfahrt zum Kirchweihfest zu Ehren des Heiligen Lutwinus nach Mettlach unternehmen müssen. Knorscheid gehörte bis in Napoleonische Zeit zur Herrschaft Nassau-Saarbrücken. Foto: Brück

Auf einen Blick

Das Ortsfoto aus der SZ-Aktion "Unser Ort hat viele Gesichter" gibt es im Internet zum Herunterladen unter www.sztipp.de/dorffoto, Preis: 0,99 Euro. Zu sehen ist es auch auf der Facebook-Seite: facebook.de/saarbrueckerzeitung.sls. Abzüge vom Foto können Sie nur schriftlich bestellen: SZ, Adlerstraße 3, 66740 Saarlouis oder per E-Mail: redsls@sz-sb.de (Preis: ein Euro). red